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Am Bahnhof Weilheim halten folgende Verkehrsunternehmen:
Der Bahnhof Weilheim liegt an der Kilometermarkierung 54,5 auf 561,9 M.ü.N.N. Der Kreuzungs-Bahnhof befindet ca. 30 km vor den Alpen an der Hauptstrecke München-Garmisch. "Werdenfelsbahn" wird dieser Streckenabschnitt genannt. Der Streckenabschnitt von Garmisch ab nach Innsbruck wird "Mittenwaldbahn" genannt, “Karwendelbahn” ist der Oberbegriff von Werdenfels- und Mittenwaldbahn.
( Bild oben: Gleisplan Bf. Weilheim um 1972)
Bei der Eröffnung der Ammerseelinie 1898 bestand der Bahnhof Weilheim bereits schon über 30 Jahren. Die Strecke von Weilheim nach Peißenberg, auch genannt "Pfaffenwinkel-Bahn" (962), war bereits im Jahre 1925 elektrifiziert, wurde jedoch aus wirtschaftlichen Gründen im Jahre 1983 abgebaut (die Oberleitung hätte erneuert werden müssen).
Das Empfangsgebäude wurde umgebaut und beinhaltet heute (1999) einen direkten Zugang von der Empfangshalle zu den Bahnsteigen. In der Empfangshalle wurde ein Durchbruch zum Nebengebäude geschaffen, in der eine Bäckerei mit Stehcafe und eine neue freundliche Buchhandlung integriert sind.
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Durch diese zentrale Lage war der Bahnhof für den Güterverkehr ein wichtiger Sammel- und Umstellungsbahnhof. Im Bahnhofsgebäude von Weilheim befindet sich noch eine Zolldienststelle, daß eine Zweigstelle des Hauptzollamtes Rosenheim ist. Nachdem im Jahr 2001 mehrere Zollämter geschlossen werden, bleibt die Dienststelle in Weilheim erhalten. Im südlichen Teil des Bahnhofes befinden sich heute noch die sogenannten "Panzerrampen". Diese Rampen gehören zur Werdenfels-Kaserne in Murnau und dienen im Ernstfall zur Panzerverladung auf die Bahn. Falls die Kaserne in Murnau geschlossen wird (im Jahr 2001 im Gespräch), so könnte die Stadt Weilheim eventuell an dieser Stelle einen Busbahnhof - nach Landsberger Vorbild - errichten. Noch heute sind die Bahnsteige ebenerdig angebracht, die zwei Bahnsteigüberdachungen wirken noch etwas nostalgisch, nur die Unterführung zu den Bahnsteigen weist moderne Gesichtszüge auf.
Bei der eingleisigen Kilometermarkierung 53,5 (Ammerseebahn) und 52,4 (Karwendelbahn) treffen sich die beiden Linien vor dem Bahnhof Weilheim und laufen auf die Letzten paar hundert Meter nebeneinander her. Gleis 4+5 gehören überwiegend der Ammerseebahn und die Pfaffenwinkelbahn.
Der Bahnhof Weilheim wird von drei Linien aus vier Richtungen angefahren, dies sind:
- Aus Augsburg (Ammerseebahn)
- Aus München (Werdenfels-Takt)
- Aus Garmisch-Partenkirchen/Innsbruck-Tirol (Karwendelbahn)
- Aus Schongau/Hohenpeißenberg (Pfaffenwinkelbahn)
(Zeichnung oben: Bf. Weilheim um 1866)
Gleisanlagen:
Ein Lokschuppen mit der dazugehörenden Drehscheibe befand sich im westlichenTeil der Gleisanlagen, beides wurde in den 70er Jahren abgerissen. Bis zum Jahre 1977 hatte Weilheim noch 23 Gleise, dazu noch Werkanschlußgleise. Bis in die achtziger Jahre konnte man am Bahnhof Weilheim noch Signalanlagen aus der Länderbahnzeit sehen. Bis in das Jahr 1981 hatte der Bahnhof Weilheim noch drei Stellwerke, die dann durch ein modernes Spurplan-Zentralstellwerk abgelöst wurde. Im März 2002 wurden Rückbauarbeiten im westlichen Teil des Bahnhofsgelände durchgeführt, Leitungsmasten werden versetzt, da dieser Bereich von der Stadt Weilheim aufgekauft wurde. 2004 setzten sich die Demontagen der Gleisanlagen fort.
Bild oben: Bahnhof Weilheim mit Blick auf die Alpen
Bahnmeisterei Weilheim:
Das BW Weilheim war eine Außenstelle des BW Garmisch, dem höchstgelegenen BW Deutschlands mit 708 M.ü.N.N. Das BW Garmisch mit seiner Außenstelle Weilheim beschäftige in seiner besten Zeit an die 140 Mitarbeiter. Als die Bahnmeisterei Geltendorf 1996 aufgelöst wurde, bekam Weilheim Mitarbeiter und Ausrüstung aus Geltendorf.
Bahnübergang Unterhausen:
Bevor die Ammerseebahn in Weilheim endet, muß noch der Bahnübergang Unterhausen passiert werden. Dieser Bahnübergang wurde 1962 um einige Meter nach Westen verlegt. Zugleich das Gleis südlich und nördlich des BÜ zwischen 2 bis 15 Meter, um an dieser Stelle den engen Kurvenradius, der zu dieser Zeit mit nur ca. 40 km/h durchfahren werden konnte, etwas zu begradigen damit höhere Geschwindigkeiten gefahren werden können. Noch heute kann man mit einem Blick für die Eisenbahn den ehemaligen Streckenverlauf erkennen. Dabei kann man sehen, daß der Schrankenposten am BÜ Unterhausen einst drei Bahnübergänge hatte (wieviel Schranken bedient werden mußten ist mir momentan nicht bekannt). Davon waren zwei sogenannte Feldwegübergänge, die sich ca. 50 Meter südlich und ca. 100 Meter nördlich des BÜ befanden. Diese beiden Feldwegübergänge sind noch zu erkennen, wobei einer bereits von der Natur Überwuchert und der andere noch befahrbahr ist. Jedoch ist am befahrbaren - durch die Gleisverschwenkung - nichts mehr zu erkennen, daß es einst ein BÜ war. Am nördlichen Bahnübergang wurde östlich der ehemaligen Trasse ein künstlicher Bachlauf angelegt, der mit einer Betonstützmauer den ehemaligen Gleiskörper gegen Hochwasser schützte. Die Gleisverschwenkung reichte fast bis nach Wielenbach, wo einst das zweite Gleis - südlich von Wielenbach - wieder in die eingleisige Strecke münden sollte (wurde nicht realisiert [siehe: Bahnhof Wielenbach]).

( Bild: Bahnhof Weilheim 2004 - letzter VT 628.0)
Im Bild oben: Bahnsteig 4+5 mit 218 447-1 vor einem aufziehenden Gewitter im Sommer 2000
Besonderes im Bahnhofsbereich Weilheim:
Nachdem am 06.06.79 nach wolkenbruchartigen Regenfällen insgesamt 23 Keller ausgepumpt werden mußten, stand der Weilheimer Wehr beginnend am Sonntag, den 17.06.79 ein Hochwasser-Katastropheneinsatz ins Haus. Hauptsorgenkind dabei war die Bahnverbindung Weilheim-Peißenberg, insbesondere die alte Eisenbahn-Ammerbrücke. Nachdem sie durch angeschwemmte Bäume etc. stark gefährdet war, wurde sogar kurzfristig ihre Sprengung erwogen! Die Bewohner der Au-Siedlung mußten evakuiert werden.
RB 21607 (2000-2001) von Augsburg nach Weilheim fährt auf Gleis 5 in Weilheim ein um 10.08 Uhr. Zugleich kommt eine Zuggarnitur aus Schongau im Bahnhof an. Normalerweise fahren diese Züge wieder zurück, jedoch um diese Zeit fährt der von Augsburg weiter nach Schongau von Gleis 5 und der von Schongau fährt auf Gleis 4 weiter nach Augsburg. Etliche Fahrgäste meinen das an den Zügen die falschen Zielanzeigen angebracht wurden und Informieren das Zugpersonal, die jedoch im freundlichen, netten Ton die Fahrgäste auf die einmalige Änderung an diesem Tag hinweisen.
(Bild: 218 475-2 Anfang April 2002 im Bf. Weilheim)
(Im Bild: 628 262-5 Bhf. Weilheim)
+++ NEWS +++ Rund um den Bahnhof:
20.01.2005: Im Bahnhofsgebäude von Weilheim hat die Bundespolizei ihre neues Domizil. Die Dienststelle in Garmisch wurde aufgelöst. Weilheim ist der ideale Mittelpunkt zwischen den Landkreisen Garmisch-Weilheim/Schongau-Landsberg und Fürstenfeldbruck. Nun ist die Bundespolizei auch auf der Ammerseebahn schnell Präsent. Telefonnummer - siehe oben.l
10. Juli 2004: Die Strecke Weilheim-Murnau feierte ihr 125-jähriges Bestehen, sowie 10 Jahre Werdenfels-Takt. Zahlreiche historische Züge und Loks waren am Bahnhof Weilheim vorhanden. Auf der Pfaffenwinkelbahn fuhr nochmals ein VT 628-0 (628 002) in türkis-beige. Zwischen Weilheim und Murnau verkehrten historische Sonderzüge, die mit normalen Fahrkarten benutzt werden konnten. Das Werdenfels-Ticket für 9 Euro/Person wurde auf 9 Euro/5 Personen angehoben. Dieses Angebot galt aber nur für den 10./11.07.2004. Benutzt werden konnte es zwischen Geltendorf-Weilheim-Murnau-Garmisch-Mittenwald. An den Bahnhöfen entlang der Strecke gab es einiges zu sehen, wie z.B. in Huglfing, dort wurden alte Traktoren ausgestellt, im Bahnhof fand eine interessante Ausstelung statt. An den meisten Stationen spielte die örtliche Blasmusik und für das leibliche Wohl war zu genügend gesorgt. Pro-Bahn und andere Eisenbahnintitutionen haben an den Bahnhöfen ihre Infostände aufgebaut und waren für Jedermann für Auskünfte zur Verfügung. Das ganze Fest war sehr gut Organisiert - ein Lob an die Organisatoren.
07. Dezember 2001: Weilheim hat nun eine neue Bahnsteigbeschilderung bekommen. Bahnhofsnamen weiß auf dunkelblauem Grund- wie in Raisting und Buchstaben von A bis E zur kennzeichnung der Halteabschnitte.
November 2001: Am Weilheimer Bahnhof wird eine Reihe von Rangiergleisen aufgelassen. Und zwar rechts und links der Hauptfahrgleise. Das teilte die Deutsche Bahn AG der Weilheimer Stadtverwaltung mit, verbunden mit der Bitte um Stellungnahme zu diesen Plänen. Als Grund für den Rückbau gab das Eisenbahnbundesamt an, dass der Unterhalt der Gleise, die teilweise nicht mehr benötigt werden, zu teuer komme. Allein eine neue Weiche schlage mit Kosten in Höhe von rund 200 000 Mark zu Buche, ist Unterlagen des Stadtbauamtes zu entnehmen. Ein Teil der Weichenanlagen soll durch einfache Gleise ersetzt werden. Nicht betroffen von dem Rückbau sind drei Gleise in unmittelbarer Nachbarschaft des städtischen "Park & Ride"-Parkplatzes am Oferl. Gerade die aber, so wurde im Bauausschuss argumentiert, stehen einer Erweiterung des Parkplatzes für die Bahnpendler im Weg. Die Bahn wird deswegen in der Stellungnahme der Stadt darum gebeten, zu untersuchen, ob diese drei Gleise nicht auch aufgelassen werden könnten. Nach dem Gleisrückbau soll die Möglichkeit eines Übergangs vom Parkplatz zum Bahnhof überprüft werden.
Juni 2001: Das Weilheimer Straßenbauamt kümmert sich alljährlich darum, dass elf Salzhallen der vier Straßenmeistereien, die sich auf die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und Landsberg verteilen, schon in den Sommermonaten gefüllt sind. Das Streugut für die so genannte Sommereinlagerung, etwa 5100 Tonnen pro Jahr, kommt aus dem Salzwerk Bad Friedrichshall bei Stuttgart und wird, soweit machbar, mit Güterwaggons geliefert. "Als eines von wenigen Straßenbauämtern sind wir nämlich daran interessiert, möglichst viel mit der Bahn transportieren zu lassen", sagt Schütz. Das habe in den vergangenen Jahren auch geklappt - doch heuer seien einige Güterbahnhöfe als Anlaufstellen aus dem Bahn-Fahrplan gestrichen worden, in den zusehends Speditionsfirmen als Subunternehmen integriert würden. Dadurch wird der Bahnhof in Weilheim zum Salz-Umschlagplatz und zum Ausgangspunkt der Weiterbeförderung auf der Straße. Der Laster-Anfahrtsweg zur Straßenmeisterei in Oberau (oder nach Klais) verlängert sich, seit die Bahn die Salzladungen nur mehr bis nach Weilheim und nicht mehr bis nach Murnau liefert: und zwar von 15 (35) auf 35 (55) Kilometer. Als "absolut unverständlich" bezeichnet es Schütz, dass die Salzwaggons in Weilheim abgekoppelt werden, obwohl noch dreimal pro Woche Güterzüge nach Murnau und Eschenlohe fahren: "Die Bahn sollte den umgekehrten Weg gehen und um jede Tonne Fracht kämpfen, statt auch den letzten Kunden zu verprellen." Von einer aus Rentabilitätsgründen notwendigen "Bündelung des Streusalzverkehrs" spricht hingegen Bahn-Pressesprecher Dieter Thoma. Spezielle Verladeanlagen, wie für den Transport des Streugutes erforderlich, könnten "nicht mehr in jeder Empfangsregion vorgehalten" werden. Aus diesem Grund kämen schon seit vergangenem Jahr keine Salzwaggons mehr nach Tölz und Murnau. Allerdings versteht er die Aufregung nicht: "Das war mit den Kunden abgesprochen."
27.08.1999: Der neue Bus-Bahnhof am Bahnhof Weilheim wird zu einer unendlichen Geschichte. Für einen Bus-Bahnhof hat die Stadt Weilheim entlang der Bahnhofstraße zwischen dem ehemaligen Güter-Bahnhof und dem Bahnhofsgebäude im Auge. Einmal war bei der Bahn eine Abteilung in Kempten zuständig, dann Augsburg. Denn seit ihrer Privatisierung ist die Bahn in die verschiedensten Bereiche aufgeteilt, so das es Kompetenz-Probleme gibt. Fragen wirft auch das Gebäude der ehemaligen Güterabfertigung auf. Dort wird jetzt von Seiten der Bahn geprüft, ob die Rampe dort nicht noch für den militärischen Zweck wie etwa das Verladen von Panzern vorgehalten werden muss. Und schließlich geht es in den Verhandlungen auch um Bahn-Grundstücke nördlich des Stellwerks und westlich der Gleise zur Straße "Am Öferl" hin.
Infos zu Weilheim: 
http://www.weilheim-net.de/
http://www.weilheim.de
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