Wabern

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Ammersee- und Pfaffenwinkelbahn auch unter: www.werdenfelsbahn.de erreichbar

Eine Bahnstrecke mit viel Potential an Fahrgästen; Attraktionen und Sehenswürdigkeiten

Der Haltepunkt Wabern wurde 1898 an der Kilometermarkierung 11,4 eröffnet und ist vermutlich bis zum Sommerfahrplan 1962 betrieben worden. In einem Fahrplan, der ab 01. Oktober 1961 galt, stand bei den meisten Zugverbindungen zwischen Weilheim und Augsburg dabei: "Hält nicht in Theresienbad und Wabern".

Bei der Vorplanung der Ammerseebahn im Jahre 1896/97 war auch eine Trassenführung von Egling über den Weiler Hattenhofen geplant, wo dann die Trasse mitten durch Wabern gegangen wäre und kurz vor Walleshausen wieder in die jetzige Trassenführung eingelaufen. Jedoch der jetzioge Verlauf hatte schon damals den Vorrang. Grund war auch die Anbindung der Ortschaft Dünzelbach, das im östlichen Teil der Strecke liegt.

Der erste Bahnhof von Wabern war nur eine kleine Wellblechhütte, in der nur Werkzeuge und Material zum Erhalt der Haltestelle eingelagert wurden. Hinter der Wellblechhütte stand ein Güterwaggon ohne Fahrgestell, der wahrscheinlich dem Schrankenwärter für den dort vorhandenen Übergang als Unterkunft diente. Lange Zeit stand eine Holzhütte (siehe Bild) als Bahnhof da. Paar Jahre später wurde das hölzerne Gebäude abgerissen (Aussage von umliegenden Anwohnern). Das aus Stein gebaute Gebäude mit seinen Dienstwohnung neben dem Haltepunkt wurde erst Mitte der 80er Jahre abgerissen.

(Bild oben: Hp. Wabern hinter der Gebüschreihe im Mai 2003 )

Da sich der Bahnhof ca. einen Kilometer außerhalb der Ortschaft befand, hatte der Haltepunkt "Wabern" nur eine geringe Bedeutung und durch die Motorisierung Anfang der 60er Jahre, sowie durch die schlechte Lage, konnte sich der Haltepunkt nicht mehr behaupten.


Trotz seiner schlechten Lage war der Bahnhof Anlaufpunkt für drei umliegende Gemeinden, zum einen wäre dies Wabern selbst, zum anderen die Gemeinde Dünzelbach, wo ein Wald- und Feldweg zum Bahnhof führte und zum anderen einige Bürger aus Egling. Obwohl Egling einen eigenen Bahnhof besitzt, war für etliche Eglinger Bürger der Weg zum Wabener Bahnhof kürzer, als zu ihrem eigenen Bahnhof. Früher wurden auch lebende Tiere am Bahnhof Wabern abgeladen, obwohl der Bahnhof kein Abstellgleis bzw. Ladegleis hatte. Wenn Hr. Weiß aus Wabern in Weilheim Kühe gekauft hatte, wurden diese mit der Bahn nach Wabern transportiert und über eine hölzerne fahrbare Rampe abgeladen. Zur damaligen Zeit verkehrten noch wenige Zugpaare auf der Strecke, so daß man in aller Ruhe die Tiere ausladen konnte. Nach 1960 verlor die Bahn die Einzelabfertigung der Tiere vollständig an den LKW. Vorbei waren die großen Viehauftriebe in Landsberg, Schongau und Weilheim.

Als die Haltestelle aufgelöst wurde, existierte noch der Bahnübergang, der 1962 zu einer Anrufschranke umgebaut wurde. Bediener und Verantwortlicher für die Anrufschranke war der Bahnhof Walleshausen. Heute existiert an dieser Stelle kein Bahnübergang mehr.

Heute erinnern an den Haltepunkt Wabern nur noch ein paar Gebüsche (siehe Bild oben), sowie noch ein erkennbarer Überweg an den Standort des Bahnhofes sowie ein Streckentelefon, obwohl weit und breit kein Signal oder Weiche vorhanden ist. In der 800 Jahr-Festschrift von Wabern befindet sich noch ein Bild von diesem Bahnhof (siehe Bild links). Die Beleuchtung des Bahnsteiges hat genau die Form, wie sie z.B. der Bahnhof Greifenberg hatte. Dies war ein Betonmast mit einem aufgesetzten Betonring wo sich darin die Lampe befand. Diesen Lampentyp kann und konnte man öfters an der Ammerseelinie und anderen Strecken sehen.

Im Frühjahr 2007 wurde auf der östlichen Seite der Bahngleise vom ehemaligen Haltepunkt Wabern nach Egling ein Wirtschaftsweg angelegt. Für was dieser Weg dient, ist nicht bekannt, kann aber auch sein, daß er für Gleisbauarbeiten im April 2007, oder August 2007 angelegt wurde

 

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