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Bevor die grundlegende Sanierung der Ammerseebahn im Jahre 1938 erfolgte, waren entlang der Ammerseebahn zwei verschiedene Bautstile zu sehen, wobei die Grenze Geltendorf ist. So gab es auf dem Abschnitt Geltendorf - Mering den sogenannten Lokalbahnhof, wobei die Laderampe mal auf der linken, mal auf der rechten Seite am Stationsgebäude angebracht wurde. Auf dem Abschnitt Geltendorf - Weilheim kann man die größeren gemauerten Bahnhöfe sehen, die meist einen Grundriß von 10x10 m aufweisen und als Stationstyp der "Haltestelle" zugeordnet werden können. Diesen Baustil gab es schon entlang der Allgäubahn, wie in Grafrath, Türkenfeld, Schwabhausen, Kaufering usw. Zwischen 1936 und 1938 wurdfen diese Bahnhöfe in den typischen oberbayerischen "Heimatstil" umgebaut. Andreas Janikowski beschrieb in seinem Buch über die "Ammerseebahn" den Baustil wie folgt:
Typisch für diese Epoche ist der sogenannte "Heimatstil", dessen Kennzeichen in Süddeutschland hellgrauer Rauhputz, dunkle Holzfenster, Satteldach, Dachreiter, Vordächer, offene Holzbalkenkonstruktion, Pergolen und Terrassen sind.
Zu finden ist dieser Baustil auch im Bereich des "Pfaffenwinkel" (Weilheim, Murnau, Oberammergau, Garmisch-Partenkirchen bis Benediktbeuern). Nicht nur bei der Eisenbahn, sondern auch in Wohnsiedlungen, Kasernen usw. kann man diesen Baustil sehen. Geltendorf als Provisorium weicht von diesen Baustilen weit ab.
´ (Bild oben: Ehemalige Dorfschänke m. Fremdenzimmer am Bhf. Geltendorf im Jahre 1998 war ein beliebter Treffpunkt von den Eisenbahnern - jetzt Geschlossen.)
Weitere Gebäude im Heimatstil an der Ammersee-Linie
In den folgenden Ortschaften ist der typische Heimatbaustil im Oberlandstil an der Ammerseelinie zu sehen:
Geltendorf: Gaststätte: Dorfschänke; 2 Dienstwohnungen; das "Blaue Haus" oberhalb des Bahnhofes; die ehemalige Poststation und Restauration aus der Jugendstil-Zeit (um 1890), das als Postkutschenstation diente, das Gebäude wurde 1997 abgerissen um einen modernen Wohn- und Geschäftshaus Platz zu machen.
(Bild oben: Eisenbahndienstwohnungen am Bahnhof Geltendorf 2004)
Im östlichen Teil des Bahnhofes am Birkenweg, das früher ein romantisches Türmchen hatte; gegenüber der Bahnmeisterei; ein weiteres Haus steht an der Kreuzung "Am Bahnhof/Bergstraße (Ost)". Greifenberg: Bahnhofsgebäude und die danebenliegende Wirtschaft "Zum Bader". Des weiteren in der näheren Umgebung des Bahnhofes, besonders in der Ortschaft Greifenberg. Theresienbad: Bahnwärterhäuschen Schondorf: Die Gaststätte am Bahnhof und das Bahnhofsgebäude. Ein weiteres Gebäude, daß 1898 mit der Eisenbahnbau gebaut wurde, ist die Villa Mader (Heute "Gasthof zum Wastl"). Diese Villa hat auch den typischen Heimatstil mit Erker und Satteldach sowie offene Holzbalkenkonstruktion. Utting: Das Hotel "Wittelsbacher Hof" und der Bahnhof. Riederau: Gaststätte Pfeffermühle (Brandschaden 1998) sowie das Sparkassengebäude und Gemeindekanzlei. Neben dem Bahnhof befindet sich eine Dienstwohnung, das den gleichen Baustil wie das von Kaltenberg, St. Ottilien, Theresienbad, Raisting. Dießen: Hotel Garni Sixt und das Postgebäude sowie das Bahnhofsgebäude und eine Wirtschaft, die durch einen modernen Bau ersetzt wurde. Raisting: Die Gaststätte "Gasthof Drexl" und ein Gebäude neben dem Bahnhof.
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