Geltendorf

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Ammersee- und Pfaffenwinkelbahn auch unter: www.werdenfelsbahn.de erreichbar

Eine Bahnstrecke mit viel Potential an Fahrgästen; Attraktionen und Sehenswürdigkeiten

Am Bahnhof Geltendorf halten folgende Verkehrsunternehmen:

 

Auf dem höchsten Punkt der Ammerseebahn - zwischen Augsburg und Weilheim - liegt an der Kilometermarkierung 21,3 der 1898 erbaute Knotenbahnhof Geltendorf auf 594 m ü.N.N. an der seit 1872 bestehenden Bahnlinie München-Buchloe. Auf drängen des Kloster St. Ottilien zum Bau des neuen Klosters mit Kirche entstand dieser Haltepunkt. Pater Amrhein benötigte zur Anfahrt der Baumaterialien einen geeigneten Bahnhof, damit die Anfahrt der Baumaterialien auf kürzestem Weg erfolgten. Zu dieser Zeit bestanden der Bahnhof Türkenfeld – heute ein Bahnhofsteil von Geltendorf - und Schwabhausen - heute Geschlossen, die zu weit vom neuen Klosterstandort entfernt waren.

Der neue Bahnhof erhielt zwei Betriebsgebäude, das im südlichen Teil gemauerte Betriebsgebäude existiert heute nicht mehr und diente als Wasserhaus, was im oberen Geschoß mit zwei riesigen Wasserbehältern ausgestattet war. Unterhalb der Wassertanks befanden sich Diensträume, die den den Angestellten der Bahnmeisterei dienten.

Das zweite Bahnhofsgebäude, im nördlichen Teil der Gleise, war ein provisorisches Betriebsgebäude aus Holz und diente dem Fahrdienstleiter und der Verwaltung unterkunft. Dieses Holzgebäude wurde später durch ein schmuckloses gemauertes Gebäude (Bauzeit um 1930) ersetzt und dient bis zur heutigen Zeit als Bahnhof für beide Linien. Wann das südliche Wasserhaus abgebrochen wurde, ist mir momentan nicht bekannt. In den 60er Jahren an dieser Stelle ein kleiner Holzschuppen, der vermutlich das Material zum Weichen reinigen und andere Utensilien beherbergt.

(Bild: Personaldraisine der Bahnmeisterei Geltendorf um 1940)

Infrastruktur um den Bahnhof Geltendorf

Als 1897 die Ammerseebahn und der Bahnhof gebaut wurden, entstand auch die heutige Hauptstraße in die damals 2 km entfernte Ortschaft von Geltendorf. Das ganze Dorf mußte damals mithelfen, denn es waren viele Schaufeln nötig, um ein Fuhrwerk mit Kies beladen.

Die Gemeinde Geltendorf nahm damals eine hohe Belastung auf sich, um den Bau der Bahnlinie zu ermöglichen. Sie mußten den Grunderwerb für die Bahnlinie und die Nebenanlagen aufbringen. Auch die Wege- und Straßenüberführungen waren von den Gemeinden zu finanzieren, so mußte die Gemeinde Geltendorf und die anderen Gemeinden entlang der Ammerseebahn das nötige Geld dazu aufbringen. Im Jahre 1898 stellte sich jedoch der Nutzen für anliegende Gemeinden an der Bahnlinie ein. So konnten nun die landwirtschaftlichen Produkte leichter und schneller versandt werden. Auch andere Materialien konnten die Gemeinde von nun an schneller erreichen.

Die ca 1907 erbaute Unterführung zu den Gleisen 2 – 5 wurde im Jahre 2004 in Richtung Süden erweitert. 2006 erhielten die drei Bahnsteige einen Aufzug. Somit ist der Bahnhof Geltendorf Behindertengerecht ausgebaut.

Bis zum Februar 1979 war Geltendorf ein Selbständige Hauptdienststelle. Danach wurde der Bahnhof Geltendorf nach Kaufering und später Buchloe zugeordnet, mit Direktionssitz in Kempten/Allgäu.

(Bild oben: Durchfahrt ALEX im Bhf. Geltendorf 2004)

Bhf. Geltendorf ab 1898:
Erst als die Bauaktivitäten im Kloster St. Ottilien begannen, wurde der Bahnhof Geltendorf mit der Ammersee-Strecke gebaut. Der neue Bahnhof erhielt zwei Bahnhofsgebäude, das eine im südlichen Teil gemauerte Gebäude existiert heute nicht mehr und diente nur der Ammerseebahn. Das zweite Bahnhofsgebäude, im nördlichen Teil der Gleise, war ein Holzgebäude und diente der Allgäu-Bahn. Dieses Holzgebäude wurde später durch ein schmuckloses gemauertes Gebäude (Bauzeit um 1930) ersetzt und dient bis zur heutigen Zeit als Bahnhof für beide Linien. Wann das Gebäude der Ammerseebahn abgebrochen wurde, ist mir momentan nicht bekannt. Auf alle Fälle stand in den 60er Jahren an dieser Stelle ein kleiner Holzschuppen, der vermutlich das Material zum Weichen reinigen und andere Utensilien beherbergte. Um das Jahr 1905/06 wurde die Unterführung zu den Gleisen 2 - 5 gebaut, wie es auch bei den meisten Bahnhöfe auf der Allgäubahn um diese Zeit geschehen ist.
Der neue Bahnhof Geltendorf diente zuerst nur für die Materialanlieferung zum Aufbau des Klosters und dem Kirchenbau.
Als 1897 die Ammerseebahn und der Bahnhof gebaut wurden, entstand auch die heutige Hauptstraße in die damals 2 km entfernte Ortschaft von Geltendorf. Das ganze Dorf mußte damals mithelfen, denn es waren viele Schaufeln nötig, um ein Fuhrwerk mit Kies beladen.

(Bild oben: Bhf. Geltendorf am 29. Juli 1899)

Heute ist die Ammerseebahn im Allgäu-Schwaben-Takt und dem Werdenfels-Takt integriert, wobei sich die Grenze der beiden Takte am südlichen Einfahrtssignal vom Bahnhof Geltendorf befindet. Zugleich ist das Einfahrtssignal auch die Bahnmeistereigrenze zwischen Weilheim/Murnau und Mch-Pasing.

Der Bahnhof Geltendorf sollte ursprünglich "Bhf. Emming" heißen und die Strecke von München nach Lindau sollte zuerst über Eresing, Ramsach nach Landsberg projektiert werden. Die Strecke wurde jedoch etwas nördlicher an der heutigen Linienführung gebaut, da die Überquerung des Lech in Landsberg Schwierigkeiten bereitete.

Die beiden anderen Bahnhöfe in Türkenfeld und Schwabhausen waren stattliche zwei- (Schwabhausen) und drei- (Türkenfeld) geschoßige Gebäude, die zur damaligen Zeit einen großen Bahnhof representierten. Das Ladegleis in Türkenfeld wurde 1992 endgültig stillgelegt und die Weichen entfernt. In Schwabhausen wurde bereits 1986 der Personenverkehr eingestellt. Der Güterverkehr bestand noch bis 1992, danach wurden die Weichen demontiert, so daß der Bahnhof nur noch durchgehende Hauptgleise hat.

(Bild oben: Westliche Einfahrt - aus Richtung  Allgäu - vom Bf. Geltendorf)

Stellwerke Bf. Geltendorf:

Im Ost- sowie West-Teil des Bahnhofsbereich befand sich bis etwa 1970 jeweils ein Weichenturm aus den Anfängen der Ammerseebahn (1898). In den Anfangsjahren der Ammerseebahn wurden von den weichentürmen auch die beiden Schranken (nach Eresing 8 m, nach St. Ottilien 6 m lang) bedient. Erst später wurden die eiden Schranken durch Unterführungen ersetzt. Auf den Weichentürmen waren die Stellwerker: Anton Riedmeier; Noe; Anton Krieg usw. beschäftigt. Jeweils bei den Stellwerken wurden zur damaligen Zeit (1938 bis 1945) Bunker für die Beschäftigten des Weichenturms gebaut, die zugleich noch als Prellbock (vermutlich zur Tarnung) genützt wurden. Als der Bahnhof zu den Olympischen Spielen grundlegend - nach den 30er Jahren - geändert wurde und mit neuer Technik ausgestattet ist, fielen die beiden Weichentürme der Spitzhacke zum Opfer.

Von nun an werden die Licht-Signale mit dem neuen Drucktastenstellwerk der Bauart SP Dr Lorenz 30 vom einzigen Fahrdienstleiter betätigt. Für die neuen Signale entstand im westlichen Teil des Bahnhofes Geltendorf ein zusätzliches Gebäude, zur Unterbringung der Schalteinrichtung, sowie der Notstromversorgung. Entlang der Gleisanlagen verschwanden die Seilzüge für die Signale. Die Flügelsignale vom Typ "Bayerisches Flügelsignal" und das bundeseinheitliche Flügelsignal verschwanden aus dem Bahnhofsbereich und wurden durch moderne Lichtsignale ersetzt.

Gebäude um den Bahnhof Geltendorf:
Zu den ersten Häusern am neu geschaffenen Bahnhof Geltendorf, gehörte die Bahnhofs-Gaststätte "Zum Haslauer" (erbaut um 1897-98 und hatte den Namen "Zum Högenauer") und die Gastwirtschaft "Post" (Erbaut um 1898) (früherer Name "Restauration Geltendorf").

Bild links: Kiosk mit Elisabeth Schwojer um 1930

Schon einige Jahre nach der Eröffnung vom Bahnhof Geltendorf wurde ein Kiosk in hölzerner Bauweise errichtet, den ein gewisser Herr Weber betrieb, In den 30er Jahren wurde er von Elisabeth Schwojer übernommen und dabei wurde dieser auch um einige Meter nach Osten verschoben, wo er bis in die 80 er Jahre stand. Die Gastwirtschaft (Restauration) "Zur Post" war früher auch Postkutschen-Haltestelle mit Pferdewechsel. Nachdem das Gebäude 1997 abgerissen wurde, entstand 1998 an dieser Stelle ein modernes Wohn- und Geschäftshaus mit Supermarkt, Bäckerei und eine Zahnarztpraxis, das viele Vorteile für den Bahnkunden bringt, da die Öffnungszeiten von 6 Uhr bis Abends um 20 Uhr festgelegt wurden. Nach einer missglückten Pizzeria in diesem Gebäude befindet sich seit Herbst 1999 ein Chinarestaurant, das von der Bevölkerung gut angenommen wird.

Zu den ersten Wohnhäusern gehörte das sogenannte "Blaue Haus" und das 6-Familien-Haus neben dem Bahnhofsgebäude der Allgäubahn (Geltendorf hatte zu dieser Zeit zwei Bahnhöfe). Später kam zum Bahnhof noch ein zweites Dienst-Wohnhaus (Baujahr 1912), ebenfalls für 6-Familien, hinzu. Einige Jahre später das Dellinger-Haus sowie das Haus am Blumenweg mit ihren typischen Satteldächern. Die beiden Sechsfamilienhäuser dienten den Beamten des Bahnhofes und der zwei Bahnmeistereien als Dienstwohnung, die mit Diensttelefonen ausgestattet waren. Diese beiden Diensthäuser wurden zum Beginn des zweiten Weltkrieg mit einem Luftschutzraum ausgerüstet, die mit einem Tunnel verbunden wurden, der kurz vor dem Bahnhofsgebäude endet (den Abgang kann man heute noch zwischen den Bahnhof und dem 1. Wohnhaus sehen).

Das Haus am Blumenweg wurde 1913/14 von der damaligen “Königlichen Bayerischen Staatseisenbahn (KBSt)” gebaut (1913 wurde die Ammerseebahn zur Hauptbahn erhoben) und wurde den Bahnangestellten als Dienstwohnung zur Verfügung gestellt. Zwischenzeitlich war auch ein Büro der Bahnmeisterei in diesem Haus untergebracht. Der gleiche Haustyp vom Blumenweg existiert auch am Bahnhof Schongau, aber mit leichten baulichen Änderungen.

Gemeindliche Entwicklung:

1920 war Geltendorf noch eine rein ländliche Gemeinde mit 80 landwirtschaftlichen Betrieben. Die günstige Bahnverbindung zur Landeshauptstadt München hat viele verlockt sich in Geltendorf niederzulassen und so sind nördlich des Bahnhofes bis 1960 über 100 neue Häuser entstanden. Bis zu dieser Zeit war zwischen den Ortskern Geltendorf und Bahnhof ein breiter Waldgürtel, durch die eine unbefestigte Straße führte. Den größten Zuzug erlebte der Bahnhofsbereich von Geltendorf mit Beginn der XX. Olympischen Spiele 1972 in München.

Wasserhaus und Wasserkran

Vermutlich erst in den 30er Jahren, als der Bahnhof grundlegend Saniert wurde, entstand eine neue Wasserversorgungsanlage.

Ein Wasserkran stand bis zum Ende der Dampflok-Ära zwischen den Bahngleis 4+5. Die dazugehörige Wasserreserve befand sich oberhalb des Bahnhofes, in der heutigen Bergstraße gegenüber Hausnr. 3. Diese Wasserreserve beinhaltet zwei riesige Kammern, in der Wasser für mindestens 6 Dampflokomotiven oder mehr gelagert werden konnte. Auch die Schrebergärten der Eisenbahner wurden mit diesem Wasser versorgt.

Nachdem der Dampflokbetrieb in den 70er Jahren eingestellt wurde, ging die Wasserreserve in Privathand über und dient bis dato als riesige Abstellkammer. Den damaligen ständigen Wasserstand kann man an den Innenmauern der Reserve noch erkennen. Inzwischen wurde die Wasserreserve überbaut mit einer Garage, so daß man den ursprünglichen Zustand nicht mehr erkennbar ist.

Infrastruktur um den Bahnhof Geltendorf
Bis zum Jahre 1962 gehörte die Straße von der Güterhalle bis zur Unterführung nach Eresing der Deutschen Bundesbahn. Anschließend wurde die Straße von der Gemeinde Geltendorf übernommen, da diese 1961 zu einer Ortsverbindungsstraße ausgebaut wurde.

1969 wurde eine neue Bahnunterführung im westlichen Teil des Bahnhofes von der Gemeinde Eresing nicht genehmigt (Der Bahnkörper und die Gleise gehörten zur damaligen Zeit noch zur Gemeinde Eresing).

Im Westteil des Bahnhofes befindet sich auch das kreuzungsfreie Bauwerk der Ammer (unten)- und Allgäubahn (oben) aus dem Jahre 1907.

(Bild oben: 218 473-7 nach Weilheim im Bf. Geltendorf - Februar 2002)

Das dunkle Kapitel am Bahnhof Geltendorf:

Im ersten Weltkrieg (1914-1918) befand sich ein Gefangenenlager von 1915 bis 1921 (Aussenlager von Puchheim) östlich des Bahnhofes neben den Guggenberg (im Volksmund "Russenberg"), wobei die russischen Gefangenen auch zu Arbeiten an den Bahnanlagen herangezogen wurden.

Die schlimmste Zeit erlebte der Bahnhof Geltendorf vom 18. Juni 1944 bis zum 27.04.1945. Auch diese Zeit muß in einer Chronik eines Bahnhofes genannt werden, obwohl die Eisenbahner in Geltendorf nichts dafür konnten. In dieser Zeit mußten sie zwangsweise das Elend auf Schienen mit ansehen. Durch den Bahnhof Geltendorf wurden tausende Juden auf menschenunwürdigster Weise zur Zwangsarbeit nach Kaufering-Landsberg-Hurlach durch den Bahnhof Geltendorf transportiert. Die Strecke hatte damals den Beinamen: "Blutbahn". Auch die Ammerseebahn von Geltendorf nach Utting war von dieser grausamen Zeit betroffen (siehe Bf. Utting). Beim Bahnhof Schwabhausen wurden Züge bombardiert. Die Arbeiter der Bahnmeisterei Geltendorf mußten die Schäden in ihren Bereich beseitigen, so daß dies bei den meisten Eisenbahnern zu einer nervlichen Belastung wurde. Mein Großvater - Mitarbeiter der Bahnmeisterei Geltendorf - konnte in dieser Zeit fast nicht schlafen, bei jedem Sirenengeheule fing er zu Zittern an.

Zum Bau der Bunkeranlagen? im Straichenlaich (Trassenführung der Ammerseebahn vor 1907) ging von der gemeindlichen Wasserreserve und Spielplatz an der heutigen Bahnhofstraße zum Bahnhof eine Rollbahn. Diese zweigte am Bahnhof ab nach Westen Richtung Schwabhausen. Vorbei an der ehemaligen Restauration (Kurvenwirt - heute Supermarkt) Richtung Bahnmeisterei I und weiter zum dahinterliegenden Straichenlaich. Die Rollbahn bestand nur in den Jahren 1944/45 und wurde von der Organisation Todt, die für die Rüstungsbauten zuständig waren, gebaut.

Die erste Trassenführung der Ammerseebahn am Bahnhof Geltendorf (1898 - 1907) wurde im zweiten Weltkrieg Reaktiviert und blieb noch bis 1947 im sogenannten "Streichenlaich" liegen. Die ehemalige Trassenführung diente im II. Weltkrieg als Versteck für Munitionstransporte, die für die Kriegsführung benötigt wurden. Noch Heute sieht man die alte Trassenführung, die dann am sogenannten "Schlangental" endet. Dort befanden sich Bunker, die jedoch bereits alle Zerfallen sind.

Züge, die etwas unerwünscht waren:

In den 60er Jahren fuhren die sogenannten "Knochenzüge des Schlachthofes von München nach Memmingen zur Weiterverwertung. Kam dieser Zug vor dem Ausfahrtsignal stehen, standen die offenen Waggons des Knochenzuges mit den ausgelösten Knochen meist vor den Fenstern der Bahnwohnungen. Oft passierte dies Mitten in der Nacht, wo die meisten schliefen. Die Bewohner, die im 2. Stock wohnten, konnten in die offenen Waggons sehen. Dort sah es fürchterlich aus, so daß es einem gleich ekelte. Diese Transporte werden in der heutigen Zeit nicht mehr durchgeführt.

Veränderungen am Bahnhof Geltendorf:

Der ehemalige Bahnhofskiosk, so wie ihn die meisten der heutigen Generation aus den 50er Jahren noch kennen, stand früher an der Stelle, wo sich heute die Toiletten befinden. Der erste Kioskbesitzer, ein gewisser Herr Walter, war ein sparsamer Mensch.
Er lief Jahr ein Jahr aus immer mit der gleichen Hose umher. Als er ein Loch in der Hose hatte, kaufte er sich eine neue mit demselben Muster. Aber er zog sie nicht an, sondern Schnitt nur einen Fleck heraus und reparierte damit die alte. Von 1991 bis September 2006 gab es einen provisorischen Kiosk der durch einen neuen Bahnhofs-Store ab 12.12.2006 abgelöst wurde.

Die große Stunde seit der Eröffnung der Ammerseebahn erlebte die Strecke im Februar 1936, als zu den Olympischen Winterspielen in Garmisch ein großer Teil der Besucher aus dem hohen Norden von Deutschland auf Ihr anreiste. Am 13. Februar 1936 konnte so z.B. in einem Sonderzug in Augsburg - Kissing und Mering zugestiegen werden, der zum Skispringen nach Garmisch fuhr. Der Fahrpreis mit Eintritt betrug zur damaligen Zeit 3,40 Reichsmark.

( Bild rechts: Die Eröffnung des elektrischen Zugbetrieb am 29.09.1968 mit einer 103er am Bahnhof Geltendorf)

Ende der 60er Jahre erfuhr der Bahnhof eine grundlegende Erneuerung. Bahnsteige wurden erhöht, die Strecke Geltendorf-München auf einer Länge von 35 Kilometer elektrifiziert. Alte Bahnsteigbeleuchtung, die aus einem Betonmast stammte, gegen neue, zu dieser Zeit moderne Lichtmasten, ausgetauscht. Die Arbeiten begannen im Sommer 1967. Mit der Bahnsteigerhöhung im Jahre 1968 wurden auch die Bahnsteige der Ammerseebahn erhöht, Dienstbuden und altes Bahnsteigdach verschwanden.

Nur am Hausbahnsteig auf Gleis 1 blieb die alte schöne Bahnsteigüberdachung bis zum Jahre 2005 stehen und erinnert noch etwas an die damalige Zeit. Die Bahnsteigüberdachung von Gleis 1 wurde bis dahin bereits einmal um drei Segmente erweitert.

Am 29.09.1968 wird als Vorleistung für das Münchener S-Bahn-Netz zwischen München und Geltendorf für Nahverkehrszüge der elektrische Betrieb aufgenommen. Durch die grundlegende Erneuerung wurde auch am 30.07.1968 das neue Stellpult "SpDrL30-Stw Bf Geltendorf" in Betrieb genommen. Mit dieser Veränderung verkürzte sich die Fahrzeit zwischen Geltendorf und Hauptbahnhof München von 78 auf 40 Minuten. Zum Beginn der XX. Olympischen Spiele 1972 in München wurde der S-Bahn-Betrieb aufgenommen


Bis zu dieser Zeit war das Bahnhofsgelände auch ein Sperrbezirk, der nur mit einer Fahrkarte oder Bahnsteigkarte betreten werden konnte. In der offenen Empfangshalle gab es in der Mitte einen offenen Schalter mit Fahrkartenverkauf und Kontrolle, der durch Herrn Noe (später Betriebsoberaufseher) bedient wurde. Links und Rechts vom Schalter konnte man, wenn man eine Fahrkarte oder Bahnsteigkarte gelöst hatte durch die eisernen Sperren gehen und gelangte so auf die Bahnsteige.

Im Ostteil des Bahnsteiges von Gleis 2+3 gab es eine Tankstelle für Dieselloks und Triebwägen. Diese Zapfsäule dürfte nach der grundlegenden Sanierung - 1968 - der Bahnsteige abgebaut worden sein.

Ende der 60er Jahre Anfang der 70er Jahre, mit Einführung der S-Bahn, wurden auch die Kontrollsperren abgebaut und man konnte von nun an das ganze Bahnhofsgelände ohne Kontrolle betreten. Bevor die Kontrollsperren, die mit einem großen Schild die Fahrgäste hinwiesen das die "Fahrkarten persönlich vorzuzeigen" sind, konnte man die Bahnsteige nur über die offenen Wartehalle, wo sich in der Mitte der Kontrollbeamte befand, betreten werden. Im offenen Warteraum hatte man noch die Gelegenheit in einem der drei vorhandenen Warteräume auf den Anschluß zu warten. Der erste Warteraum, der heute noch besteht, beinhaltet den Fahrkartenschalter. Als noch Stückgut und Gepäck aufgegeben wurde, geschah dies in diesem Warteraum, der auch ein Stehpult hatte. Der zweite gegenüberliegend war für die Fahrgäste der Klasse II, und der dritte Warteraum war für die Fahrgäste der Klasse III.

(Bild oben: ehemaliger Streckenverlauf vor 1907 im Straichenlaich)

Im Jahre 1976 wurden die Gemeindegrenzen zwischen Eresing und Geltendorf neu beschlossen. So sei Eresing bereit, seine Flurteile nördlich der Bahnlinie München-Lindau an Geltendorf abzugeben. Dadurch würde die Bahnlinie als natürliche Grenze zwischen den beiden Gemeinden werden. Nur die Bahnmeisterei, die sich im südlichen Teil der Bahngleise befindet, gehört weiterhin zur Gemeinde Eresing. So mußte für einen neuen Kamineinbau in der Bahnmeisterei Geltendorf ein Bauantrag in der Gemeinde Eresing eingebracht werden.

Heute ist Geltendorf Endstation der S-Bahnlinie S8 (Airport Munich Line) des MVV (Münchner-Verkehrs-Verbund) Bis Dezember 2005 war es die S4. Auf der Strecke von Geltendorf nach Mering können seit 7. September 1970 die Züge unter Fahrdraht verkehren, da sie von nun an als Umleitungsstrecke der Hauptbahn (Magistrale) München-Mering-Augsburg genutzt wird.

Am 28.2.1991 wurde die Zugnummernmeldeanlage mit Streckenspiegel und Zugnummerndrucker in Betrieb genommen, 25.10.1993 wurde die Schrankenanlage bei Km 20.667 (Kilometermarkierung der Ammerseelinie) für das Umspannwerk in Betrieb genommen. Zum 01.12.2000 wurde der Fahrkartenschalter von der DB Agentur in eine Privat betriebene Agentur umgewandelt.

    Vom Bahnhof Geltendorf kommt man zu folgenden größeren Städten und Regionen:

    • Nach Norden: Augsburg- Donauwörth - Ulm - Hannover - Hamburg
    • Nach Osten: München - Chemnitz - Dresden
    • Nach Süden: Weilheim - Garmisch-Partenkirchen - Innsbruck (Tirol)
    • Nach Westen: Kempten - Lindau - Memmingen - Bodensee sowie Schwarzwald und Schweiz

Im Westteil des Bahnhofes, wo sich die Ammerseebahn Richtung Augsburg und die Allgäu-Bahn Richtung Kempten/Memmingen wieder trennen, kreuzen sich die beiden Bahnen mit der ehemaligen Römerstraße "Brennerstraße" (Augsburg-Geltendorf-Partenkirchen), die vor ca. 2000 Jahren von Augsburg nach Rom führte.

Güterverkehr und Park&Ride am Bhf. Geltendorf:

Im Güterverkehr ging es im Bereich der Güterhalle recht rege zu. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts konnte man ab und zu eine Draisine Klv 11 auf der Straße an der Güterhalle sehen. Die Draisine wurde aus den Schienen gehoben und fuhr auf der Straße hinüber zur Laderampe und wurde dort auf Waggons verladen zur Reparatur, oder zur Ausmusterung. Als jedoch der Güterverkehr in der Güterhalle geschlossen wurde, blieb die Rampe für so manche Transporte noch in Betrieb. 2005 war es zu Ende. 2008 fiel die Güterhalle, die 1898 erbaut wurde, der Spitzhacke zum Opfer. An dieser Stelle entstand der heutige Busbahnhof.
Weiteres wurde am Bahnhof Geltendorf ca. 60 Jahre lang Lebendvieh in Güterwaggons verladen, die zum Viehmarkt nach München-Sendling transportiert wurden (Zugnummer DE 5811).
Für den Dienst "Viehverladung am Bahnhof Geltendorf" wurde extra ein Güterzug mit einer 150er E-Lok (auch 117er) in Augsburg auf die Ammerseebahn umgeleitet, um in Geltendorf den Viehwaggon anzukuppeln. Um den Waggon aus dem stromlosen Gleis ziehen zu können wurde die am Bahnhof stationierte Köf 322 eingesetzt. Als jedoch der Rangierdienst am Bahnhof Geltendorf eingestellt wurde, kam zu dieser Dienstleistung extra eine Köf 333 (Kleinlok) - zuerst aus Kaufering bei Landsberg/Lech, später aus Buchloe.

Dieser Dienst wurde nach ca. 60 Jahren wegen Unrentabilität von Seiten der DB durch den Viehhändler Steer aus Eresing zum Ende April im Jahre 1988 eingestellt. Am 09.12.1993 wurde die Weiche in Linksstellung festgelegt und am 27.07.1995 wurde Weiche 14 und W52 zurückgebaut. Seit dieser Zeit diente die Güterhalle bis etwa 2004 als Getränkelager für Eisenbahner. Am 25. September 2007 kam das große aus für die Güterhalle, an diesem Tag wurd sie dem Erdboden gleichgemacht. An dieser Stelle entstand ein modernern Busbahnhof.

Lange Zeit wurde auch Torf aus dem Pflaumdorfer Moos in Geltendorf auf die Bahn verladen. Zwei weitere Torfhütten befanden sich auf Höhe der Abzweigung nach St. Ottilien (Ammerseebahn) und nach München (Allgäubahn). Von diesen beiden Torfhütten führte einst eine Feldbahn in das Emminger Moos, wo in den früheren Jahren rege Torf gestochen wurde. Heute ist leider nichts mehr zu erkennen, lediglich das Betonfundament der Torfhütten konnte man bis August 2001 sehen.

Der Bahnhof Geltendorf ist auch ein Anlaufbahnhof der Pendler nach München aus einem Umkreis von ca. 25 Kilometern, sogar bis aus Untermeitingen und Schwabmünchen, das südlich von Augsburg liegt. Am Bahnhof befindet sich ein großer Parkplatz für ca. 500 Fahrzeuge, jedoch sind es täglich über 700 Fahrzeuge die rund um den Bahnhof parken und für so manchen Ärger bei den Einheimischen mit sich bringt, die am Bahnhof Geltendorf wohnen. Durch einen Grundstückstausch mit dem Kloster St.Ottilien wurde auf dem Eresinger Gemeindegrund ein neuer Parkplatz für über 200 Fahrzeuge gebaut, der aber nach der Fertigstellung im Jahre 2007 schon wieder zu klein war, da auf Grund der hohen Spritpreise immer mehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Um zu diesem Parkplatz zu gelangen, wurde die Bahnsteigsunterführung im Jahre 2005/06 nach Süden verlängert, dabei wurde auch schon der Zugang zum geplanten Bahnsteig für Gleis 6 berücksichtigt.
Im Oktober/November 1997 bekam der Bahnhof eine neue Farbe (oker/gelb) wie alle anderen 6000 Bahnhöfe die ebenfalls neu gestrichen werden. Leider wird nur das Äußere und nicht noch das Innere modernisiert.

Die Deutsche Reichsbahn führte im Jahre 1931 Kleinlokomotiven für Rangierdienste in Bahnhöfen ein. Auch Geltendorf erhielt eine Kleinlok für Rangierdienste. Von den 50er bis weit in den 70er Jahren war eine Köf (322 od. 323 od 324) in Geltendorf stationiert. Diese Köf wurde vom Rangierpersonal gefahren, wie z.B. von Anton Krieg (links) und Ludwig Schießl (rechts), die im Bahnhofsbereich von Geltendorf ihren Dienst verrichteten.
Die Fahrt des Rangierpersonales führte auch zu den benachbarten Bahnhöfen auf der Ammersee- und Allgäu-Bahn, da Geltendorf eine eigene selbstständige Hauptdienststelle war.

07.09.1996     Bild: Emma Krieg

13.08.1991   Bild: Emma Krieg

Bahnmeisterei Geltendorf:

In Geltendorf befanden sich zwei Bahnmeistereien, wobei die letzte im Dezember 1996 geschlossen wurde. Nun wird der Bahnhof Geltendorf und das dazugehörige Arbeitsgebiet der Bahnmeisterei Geltendorf von einer anderen Bahnmeisterei betreut. Die beiden Bahnmeistereien befanden sich 200 Meter vom Bahnhofsgebäude entfernt. Die etwas längere geschlossene Bahnmeisterei 1 befand sich im Westteil des Bahnareals, die erst 1996 geschlossenen Bahnmeisterei 2 befand sich im Ostteil des Bahnareal.

Bahnmeisterei 1 im Westteil des Bhf-Geltendorf:
Das lange Gebäude der Bahnmeisterei war folgend aufgeteilt: gemauerter Teil Links war die Werkstätte, der mittlerer hölzerne Teil war Lagerraum und der rechte gemauerte Teil war die Schlafunterkunft für Lokführer. Ganz links im Bild kann man noch einen Teil der Dienstwohnungen sehen, das für zwei Familien ausgelegt ist. Die Dienstwohnungen wurden in den 30er Jahren mit einem Luftschutzraum ausgestattet, der heute als Abstellraum dient. Um die Jahrtausendwende wohnt Fahrdienstleiter Hans-Dietrich Q. in der Dienstwohnung, der das Gebäude liebevoll hergerichtet hat und an dieser Stelle ein Lob verdient.

Die Bahnmeisterei 1 befindet sich westlich vom Bahnhof und nördlich der Allgäu-Bahn bei der Ausfahrt nach Buchloe/Lindau an der Unterführung nach Eresing. Bei den Lokführern, die dort ihre Übernachtung hatten, nannten es "Hotel Waldesruh". Der rechte Teil vom Bild war die Übernachtung mit drei Zimmern.
Nach Aufgabe der Bahnmeisterei wurden in den länglichen Teil zwei Wohnungen integriert, in der heute ein Fahrdienstleiter wohnt.

Bahnmeisterei 2 im Ostteil des Bhf-Geltendorf:

An der Bahnmeisterei im östlichen Teil des Bahnhofes kann man heute noch Schienen, die als Pfosten benutzt werden, aus dem Jahr 1893 und 1895 sehen (hinter dem oben gezeigten Rottenwagen). Diese Bahnmeisterei befindet sich im östlichen Teil des Bahnhofes und südlich der Ammerseebahn bei der Ausfahrt nach Weilheim/Garmisch und wurde 1937/38 errichtet.

Das Grundstück zu dieser Bahnmeisterei gehörte der Gemeinde Eresing, die auch für bauliche Veränderungen im Gebäude zustimmen mußte. So wurde einmal ein Kamin umgebaut, dies ging aber nur mit der Zustimmung des Gemeinderat von Eresing. Heute gehört dieses Areal zur Gemeinde Geltendorf. Die Bahnmeisterei wurde in drei Abschnitte gebaut. Der erste Abschnitt war das linke Gebäude (siehe Bild oben) mit Treppenabgang in den unteren Sozialräumen, die eigentlich als Wohnräume gedacht waren bei der Planung. Der zweite Abschnitt war das rechte Gebäude mit Giebel auf die Gleisseite, was 1951/52 errichtet wurde. Der dritte Bauabschnitt war dann die Lückenschließung der beiden Gebäude. In den früheren Jahren befanden sich die Büroräume auf der gegenüberliegenden Gleisseite an der Straßenkreuzung "Am Bahnhof/Blumenweg", wo an diesem Haus ein separater Eingang für die Büroräume bestand. Neben dem Hauptgebäude der Bahnmeisterei befinden sich noch drei weitere Bauten auf diesem Areal. Zum einen ist es die Garage für die Draisine und den späteren Rottenfahrzeuge vom Typ Klv 51 und Klv 53. Des weiteren sind etwas neuere Garagen, die im hinteren Teil einen Raum für gefährliche Stoffe beinhaltet, zu einem späteren Zeitpunkt erbaut worden. Das dritte Gebäude ist der Holzschuppen, der sich neben den Gleisen befindet.
Das Gelände zum Gleis hin wurde mit einem Jäger-Zaun gesichert, der in der Mitte eine Gartentüre hatte für die Mitarbeiter, die von der gegenüberliegenden Straße kamen. Dieses Gartentüre ist aber schon längere Zeit nicht mehr genützt worden und ist so dem Zerfall preisgegeben.
Auf diesem Weg kam ich (Homepageschreiber) in den 60er Jahren immer in die Bahnmeisterei zu meinem Großvater, wo ich mich im Winter in den sehr gut geheizten Büroräumen aufwärmen konnte, wenn meine Eltern und Großmutter nicht zu Hause waren. 1996 wurde die Bahnmeisterei aufgelöst und an einem Privatmann vermietet.

Bereits vor der jetzigen Bahnmeisterei 2 gab es schon eine Bahnmeisterei 2 in Holzbauweise, die sich gegenüber vom Bahnhofsgebäude befand, die mit einem Baustoffmagazin und Gerätte, sowie Werkstätten ausgestattet war. An dieser Stelle befand sich auch das ehemalige Wasserhaus der Ammerseebahn.

Besonderheiten am Bahnhof Geltendorf:

  • 1974 fand die offizielle Inbetriebnahme der BR 627/628 in der Bundesrepublik Deutschland am Bahnhof Geltendorf statt, so daß auf allen Fotos der Presse und Fachzeitschriften im Hintergrund der Bahnhof Geltendorf zu sehen ist.
  • 01.04.1989 wird der Bahnhof Landsberg voll zur Aussenstelle Bahnhof Geltendorf mit eingebunden.
  • 1996 wurde der Bahnhof zum ersten Mal im Internet präsentiert.
  • Dezember 1996 wurde die Bahnmeisterei geschlossen.
  • 1998 wurde für den Bahnhof Geltendorf als erster Bahnhof in Europa eine eigene Homepage geschrieben von Michael Weberschock.
  • 1999 erhielt der Bahnhof einen neuen Fahrkartenautomat mit Touch-Screen für den Fernverkehr und Nahverkehr.
  • 27.09.2000: An diesem Tag wurden die Automaten im offenen Warteraum aufgebaut und in Betrieb genommen. Somit kann man sich Rund um die Uhr mit Getränken und Süßigkeiten u.a. versorgen.
  • Ende November 2000 wurde der Fahrkartenschalter von der Bahn geschlossen. Ab Dezember 2000 ging dieser samt Inventar in Privatbesitz über.
  • Ab neuen Fahrplan im Juni 2001 fährt nun regelmäßig ein Dieselgetriebener ICE durch Geltendorf.
  • Anfang August 2001 wird der Trafo von der Umspannstation für den Oberleitungsbetrieb, der sich im westlichen Teil des Bahnhofes befindet, ausgetauscht.
  • Anfang August 2005 wird der Bahnsteig von Gleis 1 erneuert.

Unfälle im Bahnhofsbereich:

  • 60er Jahren kamen Vater und Sohn unter die Räder einer einfahrenden Dampflok, als sie im Winter auf ihren Zug nach München am Bahnsteig warteten.
  • 70er Jahren knallte eine E-Lok bei Rangieren auf Gleis 2 in einen stehenden Personenzug. Lok und Waggon wurde erheblich beschädigt, so daß der Waggon wieder in die Schienen gehoben werden mußte.
  • 1999 entgleiste eine S-Bahn, als sie gerade aus dem Abstellbereich fahren wollte.
  • 23.02.2000 kam es zu einem Kabelbrand in der S-Bahn auf dem Weg von Geltendorf nach Türkenfeld. Auf den Weg nach Grafrath wurde der Lokführer darauf aufmerksam gemacht und fuhr im verminderten Tempo noch bis Grafrath, wo bereits die Feuerwehr alarmiert wurde und den Brand löschte.
  • 29.03.2001: In der S-Bahn wurde zwischen Türkenfeld und Geltendorf wurde ein Toter Fahrgast gefunden. Daraufhin liefen die routinierten Untersuchungen der Kripo an. Da keine äußere Gewalt zu sehen war, wurde der Leichnam Obduziert und man stellte bei dem 42jährigen Bamberger eine Überdosis Drogen fest.
  • 2005 Umbau Gleis 1 und Einbau von Aufzügen
  • 2005 Baubeginn Parkplatz-Süd und Eröffnung am 05.12.2006.

Kuriose Geschichten und anderes:

Im Haus an der Bahnhofstraße Richtung Bahnmeisterei II wohnte eine Frau, die ganz Stolz war auf die gute Lage Ihres Hauses an der Bahnlinie.
Im Haus davor, in dem Andreas Janikowski (Autor des Buches: Die Ammerseebahn) wohnt, war zuerst ein Viehhändler als Besitzer eingetragen. Als er erfahren hat, daß an der Bahnhofstraße (beim Salcher) auch ein Viehhändler, wegen der guten Lage zum Bahnhof eine Viehhandlung eröffnet, hängte er sich auf.

Frau Schwojer, die den letzten Kiosk am Bahnhof Betrieb, wohnte zuerst im Blauen Haus. Erst als Sie heiratete, kauften sie das jetzige Grundstück gegenüber dem Bahnhofsgebäude. Da das Grundstück am Bahnhof war, wurde es zu einem horrenden Preis verkauft. Der Preis betrug zur damaligen Zeit stolze 7000 Mark, was für die damalige Zeit sehr viel war.

  

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