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Ammerseebahn Kbs 985

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Einstellung Fahrkartenverkauf im Bahnhof Schondorf

Zum 31.Mai 2016 wird der Fahrkartenverkauf am Bahnhof Schondorf eingestellt.

Fahrkarten können in Kaufering, oder im Reisebüro Weltenbummler in Türkenfeld bezogen werden.

Oder in den Zügen der BRB, was sehr leicht ist.

Oder im Internet bei der BRB oder DB

Angaben lt. Aushang am Bahnhof Schondorf

 

Wichtiger Hinweis

 

 

Zugschild Alwin Reiter
Abschiedsfahrt Zuglaufschild
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Walleshausen

BRB / transdev

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Der Bahnhof Walleshausen liegt an der Kilometermarkierung 14.0 und war vor dem Umbau um 1940 ein typischer Lokalbahnhof aus der Zeit der Königlichen Bayerischen Eisenbahn, der im östlichen Teil von Walleshausen lag. Diesen Baustil kann man noch heute an der Staudenbahn im Bereich Mittelneufnach und Reichertshausen/Schwaben sehen. Dieser Bahnhofstyp war ein gemauertes Dienstgebäude mit holzverkleideter Laderampe. Die Laderampe wurde in der Lokalbahnzeit im Winkel zum Gebäude angebracht.

bahnhof walleshausen

Mal war die Laderampe auf der linken, mal auf der rechten Seite des Stationsgebäudes angebracht. Walleshausen hatte die Laderampe auf der rechten Seite (von der Gleisseite aus gesehen - siehe Bild oben). Wenn man heute die Güterhalle betritt, mit den hölzernen Boden und die Wände ansieht, kann man im Inneren noch die Holzbalkenkonstruktion in den gemauerten Wänden erkennen, die wahrscheinlich noch aus der Lokalbahnzeit her stammt.

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Fazit: Vermutlich wurde damals nicht der ganze Bahnhof abgerissen, sondern das bestehende Gebäude vergrößert und den zur damaligen Zeit (1938) bestehenden Baustil angepasst. Lange Zeit hatte der Bahnhof auf der Nordseite (siehe Bild rechts auf der rechten Seite) eine Eisenbahnerwohnung. Das Gebäude wurde vermutlich in den 70er Jahren abgerissen.

Nach der grundlegenden Sanierung 1938 auf der Ammerseebahn, wurde aus dem Bahnhof Walleshausen ein eingeschossiger Bau an der Kilometermarkierung 14, der im typischen Heimatstil mit einem Satteldach ausgestattet wurde und heute noch mit einem Fahrdienstleiter besetzt ist. An dem Bahnhofsgebäude angebaut befindet sich noch die Laderampe, die jedoch nicht mehr benützt werden. Für die Toiletten-Anlagen wurde ein separates Gebäude hinter dem Bahnhof errichtet (ähnlich auch in Greifenberg). Jedoch in Walleshausen wird dieses Gebäude noch für die Notstromversorgung genützt.

Den schlimmsten Tag erlebte der Bahnhof, als am 24. April 1945 gegen 7:30/7:45 Uhr Tiefflieger einen Güterzug angegriffen haben. Der Bahnhof wurde beschädigt und der Bahnbeamte R. Wiedemann wurde tödlich getroffen. Ab dieser Zeit  wurden viele Fliegerangriffe bei Tag und Nacht von Westen her geflogen. Am 29. April 1945 gegen 1 Uhr Mittag zogen die Amerikaner von Egling/Wabern her kommend nach Walleshausen, wo man sagen kann, dass ab dieser Zeit der Spuk sein Ende hat und der Friede an der Bahnstation Walleshausen wieder einkehrt.

VT98_Walleshausen

Im Zuge der Zeit entwickelte sich östlich der Bahnlinie eine neue Siedlung, die heute schon fast die Ausmaße wie der alte Ortskern hat. Betrachtet man in der heutigen Zeit Walleshausen aus der Luft, so ist Ortschaft durch die Bahnlinie getrennt.

Vor dem Bau der Brücke über die Bahnlinie wurde noch eine Schranke an den ebenerdigen Bahnübergang bedient, die die Ortschaft mit der neu entstandenen Siedlung verbindet. Der Übergang befand sich gleich neben dem Bahnhof. Die dazugehörige Schrankenbedienarmatur war außerhalb des Bahnhofsgebäudes angebracht. Noch heute wird dieser Übergang rege von Fußgängern benützt.

Wie die meisten Bahnhöfe entlang der Ammerseebahn, war auch der Bahnhof von Walleshausen einige hundert Meter außerhalb der Ortschaft errichtet worden. Im Zuge der Zeit hat sich die Ortsentwicklung zum und um den Bahnhof entwickelt, so das der Bahnhof in der heutigen Zeit schon fast zum Mittelpunkt von Walleshausen gehört.

Walleshausen Feb-2008

Der Bahnhof Walleshausen dient auf der eingleisigen Strecke auch als Überholbahnhof mit einer Gleislänge von 724 m - die längste zwischen Geltendorf und Mering - wird aber jedoch selten genutzt, da man immer daran strebt, daß der Zug bis Geltendorf fährt um die Anschlußzüge zu erreichen und dann erst den Gegenzug nach Augsburg fahren läßt. Des Weiteren sind noch die Flügelsignale incl. Vorsignale im Bahnhofsbereich eingesetzt, die noch mit der alten Technik aus dem Jahre 1938 bedient werden.

Am Bahnhof befindet sich ein Ladegleis, das ab und zu von der Baywa benützt wurde, bis diese Anfang der 90er Jahre Aufgelassen wurde. Jetzt wurde an der Weiche ein Stück Schiene entfernt.

Die im Nebengebäude (ehemalige Toilettenanlage) befindliche Notstromeinrichtung wurde im Januar 2001 in den Fahrdienstleiter-, bzw. Stellwerksraum verlegt. Das Heizöllager bleibt vorerst noch im Nebengebäude.

Rund um den Bahnhof

Der Ort Walleshausen (Ortsteil von Geltendorf) wird durch die Bahnlinie in der Mitte geteilt und ist nur durch eine Überführung am Bahnhof miteinander verbunden

Bevor auf der östlichen Seite des Bahnhofes eine Siedlung entstand, befand sich der Bahnhof am Ortsrand von Walleshausen. Der Bahnhof war und ist noch durch das Flüßchen Paar von der Ortschaft getrennt, so daß man zum Bahnhof über eine betonierte Brücke fahren muß, die dem Baustil nach aus den 30er Jahren stammt. Südlich vom Bahnhof überquert die Ammerseebahn zum ersten Mal das kleine Flüßlein Paar. Auf dem Weg nach Geltendorf überquert die Strecke zwar öfters den Bachlauf, aber Offiziell entspringt die Paar in Kaltenberg neben dem Bahnübergang an der Hausener Str. und in Walleshausen unterquert sie zum ersten Mal die Bahnlinie.

Bauarbeiten am Bahnhof Walleshausen

Im März 2006 fanden an zwei Tagen Weichenumbauarbeiten im Bahnhofsbereich von Walleshausen statt. Während dieser Zeit wurde auch im Bahnhofsbereich Egling die Weichen erneuert, bzw. entfernt.

Fahrkartenverkauf

Zur Jahrtausendwende wird der Fahrkartenverkauf für den Fernverkehr sowie Wochen- und Monatskarten eingestellt. Somit können nur noch Fahrkarten bis zu 100 Kilometer gekauft werden. Am 29.08.1999 wurde wahrscheinlich die letzte Fernverkehrskarte am Bahnhof Walleshausen an eine Stammkundin verkauft.

Entgegen den Meldungen in der Presse, wird der Fahrkartenverkauf bis 100 Km in Walleshausen und Riederau nicht zum 01.11.2001 eingestellt, lt. Fahrdienstleiter eines dieser Bahnhöfe.

grotteLourdes-Grotte

Östlich der Bahnlinie - an der Straße nach Petzenhofen - befindet sich kurz nach dem Ortsausgang auf der linken Seite die Lourdes-Grotte. Nach einer mündlichen Überlieferung soll diese Mariengrotte eine Nachbildung der Erscheinungsstätte Lourdes sein. Mit dem Bau der Bahnlinie Mering - Geltendorf - Weilheim waren viele italienische Gastarbeiter beim Bau der Bahnlinie eingesetzt. Um 1905 - 7 Jahre nach der Eröffnung der Bahnlinie - soll diese Grotte von italienischen Gastarbeitern erbaut worden sein. Die Grotte entstand in einer Kiesgrube, in der Kies für den Bahnbau entnommen wurde. Da die Grotte überwiegend mit Tuff gebaut worden ist, stammt vermutlich das Baumaterial aus dem Raum Weilheim-Polling, da zwischen Polling und Walleshausen schon immer eine enge Beziehung bestand durch die Augustiner-Chorherren, die im 18, Jahrhundert ihren Sommersitz in Walleshausen hatten.

 

 

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