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Ammerseebahn Kbs 985

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Einstellung Fahrkartenverkauf im Bahnhof Schondorf

Zum 31.Mai 2016 wird der Fahrkartenverkauf am Bahnhof Schondorf eingestellt.

Fahrkarten können in Kaufering, oder im Reisebüro Weltenbummler in Türkenfeld bezogen werden.

Oder in den Zügen der BRB, was sehr leicht ist.

Oder im Internet bei der BRB oder DB

Angaben lt. Aushang am Bahnhof Schondorf

 

Wichtiger Hinweis

 

 

Zugschild Alwin Reiter
Abschiedsfahrt Zuglaufschild
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Wabern

BRB / transdev

Der Haltepunkt Wabern wurde 1898 an der Kilometermarkierung 11,4 eröffnet und ist vermutlich bis zum Sommerfahrplan 1962 betrieben worden. In einem Fahrplan, der ab 01. Oktober 1961 galt, stand bei den meisten Zugverbindungen zwischen Weilheim und Augsburg dabei: "Hält nicht in Theresienbad und Wabern".

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Bild oben: nach dem Krieg diente eine Holzbaracke als Bahnhofsgebäude mit Dienstraum und Warteraum als Bahnhof - im Hintergrund sieht man etwas von der kleinen Ortschaft Wabern.

Bei der Vorplanung der Ammerseebahn im Jahre 1896/97 war auch eine Trassenführung von Egling über den Weiler Hattenhofen geplant, wo dann die Trasse mitten durch Wabern gegangen wäre und kurz vor Walleshausen wieder in die jetzige Trassenführung eingelaufen wäre. Jedoch der jetzige Verlauf hatte schon damals den Vorrang. Grund war auch die Anbindung der Nahegelegenen Ortschaft Dünzelbach, das im östlichen Teil der Strecke am sogenannten Kurfürstenweg liegt.

Der erste Bahnhof von Wabern war nur eine kleine Wellblechhütte, in der nur Werkzeuge und Material zum Erhalt der Haltestelle eingelagert wurden. Neben der Wellblechhütte stand ein Güterwaggon ohne Fahrgestell (siehe Bild unten), der wahrscheinlich dem Schrankenwärter für den dort vorhandenen Übergang als Unterkunft diente. Lange Zeit stand eine Holzhütte (Bild oben) als Bahnhof da. Paar Jahre später wurde das hölzerne Gebäude abgerissen (Aussage von umliegenden Anwohnern). Vermutlich um 1933 bis 1938 entstand ein gemauertes Wohngebäude für den Fahrdienstleiter des Haltepunktes Wabern. Das Gebäude wies die gleiche Bauweise auf wie die Häuser in Kaltenberg, St. Ottilien, Riederau usw. auf. Das aus Stein gebaute Gebäude mit seiner Dienstwohnung neben dem Haltepunkt wurde erst Mitte der 80er Jahre abgerissen.

Da sich der Bahnhof ca. einen Kilometer außerhalb der Ortschaft befand, hatte der Haltepunkt "Wabern" nur eine geringe Bedeutung und durch die Motorisierung Anfang der 60er Jahre, sowie durch die schlechte Lage, konnte sich der Haltepunkt nicht mehr behaupten.

Bf Wabern mit Haus
Bild oben: Dieses Bild wurde um 1940 aufgenommen und zeigt den ersten Bahnhof - eine Wellblechhütte und einem Waggon ohne Fahrgestell, der als Unterstand diente.

Trotz seiner schlechten Lage war der Bahnhof Anlaufpunkt für drei umliegende Gemeinden, zum einen wäre dies Wabern selbst, zum anderen die Gemeinde Dünzelbach, wo ein Wald- und Feldweg zum Bahnhof führte und zum anderen einige Bürger aus Egling. Obwohl Egling einen eigenen Bahnhof besitzt, war für etliche Eglinger Bürger der Weg zum Wabener Bahnhof kürzer, als zu ihrem eigenen Bahnhof. Früher wurden auch lebende Tiere am Bahnhof Wabern abgeladen, obwohl der Bahnhof kein Abstellgleis bzw. Ladegleis hatte. Wenn Hr. Weiß aus Wabern in Weilheim Kühe auf dem Markt in der Hochlandhalle (Viehmarkt) gekauft hatte, wurden diese mit der Bahn nach Wabern transportiert und über eine hölzerne fahrbare Rampe abgeladen. Zur damaligen Zeit verkehrten noch wenige Zugpaare auf der Strecke, so dass man in aller Ruhe die Tiere ausladen konnte. Nach 1960 verlor die Bahn die Einzelabfertigung der Tiere vollständig an den LKW. Vorbei waren die großen Viehauftriebe in Landsberg, Schongau und Weilheim. Auch sollen Milchkannen für eine Meringer oder Augsburger Molkerei verladen worden sein - genaueres ist nicht Bekannt (Infos per Mail an Webmaster - Danke.).

Als die Haltestelle aufgelöst wurde, existierte noch der Bahnübergang, der 1962 zu einer Anrufschranke umgebaut wurde. Bediener und Verantwortlicher für die Anrufschranke war der Bahnhof Walleshausen. Heute existiert an dieser Stelle kein Bahnübergang mehr.

wabern 2009
Bild oben: Rechts vom Zug im Buschbereich stand einst das gemauerte Dienstgebäude von Wabern

Heute erinnern an den Haltepunkt Wabern nur noch ein paar Gebüsche (siehe Bild oben), sowie noch ein erkennbarer Überweg an den Standort des Bahnhofes sowie ein Streckentelefon, obwohl weit und breit kein Signal oder Weiche vorhanden ist. In der 800 Jahr-Festschrift von Wabern befindet sich noch ein Bild von diesem Bahnhof (siehe Bild links). Die Beleuchtung des Bahnsteiges hat genau die Form, wie sie z.B. der Bahnhof Greifenberg hatte. Dies war ein Betonmast mit einem aufgesetzten Betonring wo sich darin die Lampe befand. Diesen Lampentyp kann und konnte man öfters an der Ammerseelinie und anderen Strecken sehen.

Im Frühjahr 2007 wurde auf der östlichen Seite der Bahngleise vom ehemaligen Haltepunkt Wabern nach Egling ein Wirtschaftsweg angelegt. Für was dieser Weg dient, ist nicht bekannt, kann aber auch sein, dass er für Gleisbauarbeiten im April 2007, oder August 2007 angelegt wurde

Kurfürstenweg

1612 kaufte Kurfürst Maximilian I. die um 1260 erbaute Burg Haltenberg bei Scheuring, die ideale Voraussetzungen in der Falkenjagd im nahegelegenen Westerholz für die Münchener Hofgesellschaft bot. Zur Burg kamen die Adeligen auf dem sogenannten “Kurfürstenweg” von München nach Burg Haltenburg fuhren. Am Haltepunkt Wabern kreuzten sich der Kurfürstenweg mit der Ammerseebahn. Noch heute ist der Weg begehbar, der vom ehemaligen Haltepunkt nach Osten Richtung Dünzelbach führt und Zwischen Dünzelbach und Egling auf die Ortsverbindungsstraße stößt. In jedem Wegeplan und auch im Bayern-Viewer wird dieser Weg noch als “Kurfürstenweg” bezeichnet. Deutlich kann man in den historischen Plänen den ungefähren Wegverlauf von der Burg Haltenberg über die Holzkapelle im Westerholz nach Beuerbach und weiter nach Pestenacker (damals Bestenacker) hinüber nach Wabern und Dünzelbach erkennen. Wie es nach Dünzelbach Richtung München weiterging ist nicht mehr ersichtlich.

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Bild oben: Zwischen Gebüsch und Baum führt der Kurfürstenweg - im Bild rechts abgehend - Richtung Dünzelbach. Wo jetzt die Gebüschgruppe steht, stand früher das Haltestellengebäude von Wabern - siehe Bild ganz oben.

Die Burg Haltenburg ist die einzige noch bestehende Burgruine am Lech zwischen Donauwörth und Füssen. 1982 wurde die Burg vom Landkreis Landsberg erworben und ist Heute eine beliebte Sehenswürdigkeit.

Historische Bilder zu Wabern

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Bild oben: Bahnhof Wabern mit Kurfürstenweg von Dünzelbach kommend

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Bf Wabern 1

 

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