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Ammerseebahn Kbs 985

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Einstellung Fahrkartenverkauf im Bahnhof Schondorf

Zum 31.Mai 2016 wird der Fahrkartenverkauf am Bahnhof Schondorf eingestellt.

Fahrkarten können in Kaufering, oder im Reisebüro Weltenbummler in Türkenfeld bezogen werden.

Oder in den Zügen der BRB, was sehr leicht ist.

Oder im Internet bei der BRB oder DB

Angaben lt. Aushang am Bahnhof Schondorf

 

Wichtiger Hinweis

 

 

Zugschild Alwin Reiter
Abschiedsfahrt Zuglaufschild
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Schmiechen

BRB / transdev

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An der Kilometermarkierung 6,3 - auf einer Anhöhe oberhalb des Paartales - liegt der Haltepunkt Schmiechen, der so gewählt wurde, dass auch Steindorf eine Zuganbindung hat.

Bahnhof

Das erste Bahnhofsgebäude war ein aus Backstein gebaute Station mit den Grundmaßen 10x10m, wie es im süddeutschen Raum sehr oft zu sehen war und teilweise noch ist. Neben dem Bahnhof wurde noch ein Wohnhaus errichtet, das als Dienstwohnung für die Eisenbahner diente. Auf der weiteren Strecke Richtung Augsburg befindet sich noch ein Wohnhaus von der ehemaligen Blockstelle bei der Putzmühle, wo die Strecke durch einen Geländeeinschnitt führt.

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Bild oben: Der ehemalige Bahnhof Schmiechen mit BRB-LINT “Mit uns nach Schmiechen” - eine Zufallsaufnahme Anfang April 2015

An das erste Bahnhofsgebäude wurde eine Lagerhalle direkt angebaut, das ein hohes Satteldach mit Vordach hatte, das die Laderampe überdeckte. Die Armaturen für Signale und Weichen befanden sich außerhalb des Stationsgebäude (Vermutung, da bei den meisten Bauten von diesem Typ das Stellwerk außerhalb des Gebäudes befand). Im Zuge der Gebäudesanierung Ende der 30er-Jahren wurde das Stationsgebäude grundlegend umgebaut. Das Grundmaß wurde längsseits der Gleise um ca. 4 m verlängert, ein Stellwerk wurde angebaut und die ehemalige hölzerne Güterhalle wurde aus Stein neu gebaut. Diese Veränderung fand bei den meisten Bahnhöfen an der Ammerseebahn statt, die die gleichen Ausmaße hatten wie der Bahnhof Schmiechen. In diesem Zustand präsentierte sich der Bahnhof bis weit in die 1980er Jahre hinein bis das Bahnhofsgebäude an Privatperson verkauft wurde und liebevoll hergerichtet wurde.

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Am 24.4.1986 (Bild oben) postierten sich noch die letzten Fahrdienstleiter von Schmiechen vor dem Bahnhofsgebäude, bevor dieses endgültig Geschlossen wurde. Von diesem Zeitpunkt an ist der Bahnhof Schmiechen ein Haltepunkt geworden und wurde mit einem Unterstand aus nicht geraden schönen Betonhäuschen - wie in Merching - ausgestattet.

Da der Bahnsteig links und rechts vom Stationsgebäude war, wurde dieser nach dem Verkauf 100 Meter nach Norden - Richtung Hp Merching - verlegt. Noch ist die intakte Bahnsteigkante in seiner ursprünglichen Form vorhanden, wo auch heute noch Züge zum stehen kommen.

bhf-schmDas ehemalige Bahnhofsgebäude steht glücklicherweise noch da und wurde sehr schön von den neuen Besitzern liebevoll renoviert, sonst täte die Haltestation ziemlich verwaist aussehen. Am ehemaligen Eingang (siehe Bild oben mit den Fahrdienstleitern) sind die aus Tuffstein gemauerten Säulen nach dem Verkauf erhalten geblieben. An dieser Stelle wurde liebevoll ein Wintergarten integriert. Somit ist das alte Flair von diesem Bahnhofsgebäude noch erhalten geblieben (Dank an den neuen Besitzer).

Am 29.09.1985 ging der Augsburger Verkehrsverbund (AVV) in Betrieb. Schmiechen wurde zu diesem Zeitpunkt ein Endpunkt des AVV in südlicher Richtung. Würde der Landkreis Landsberg im MVV (Münchner-Verkehrsverbund) beitreten, so treffen sich bei Schmiechen zwei Verkehrsverbände.

Rund um den Bahnhof

Der Haltepunkt liegt am Talrand auf einer Anhöhe, wo unterhalb das kleine Flüsschen Paar, die in Kaltenberg entspringt und in die Donau fließt (entspringt bei Kaltenberg neben dem Bahngleis) und am Bahnhof Schmiechen gemütlich vorbeiplätschert.

Die Haltestelle selber befindet sich auf einer Anhöhe, so dass an dieser Stelle an der vorbeiführenden Straße keine Bahnschranke bedient werden muß, da dieses mit einer Unterführung gelöst wurde. Auf dem weiteren Streckenabschnitt Schmiechen-Merching befindet sich ein Bahnübergang der mit einer Blinklichtanlage gesichert ist.

Schmiechen1 April 2007

Der Bahnhof, oder die jetzige Haltestelle befindet sich ca. einen Kilometer östlich der Ortschaft Schmiechen. Im Lauf der Jahre hat sich um den Bahnhof eine Siedlung gebildet, die schon ein Ausmaß einer kleineren Ortschaft angenommen hat, jedoch ein Teil der Gemeinde Schmiechen ist. Bis Dato entstanden weitere neue Häuser.

Unterhalb des Bahnhofes - im östlichen Teil - befindet sich aus dem 14. Jahrhundert existierende Planckmühle, die vom letzten Müller Sebastian Klaus bis 1975 zusammen mit seiner Frau betrieben worden. Leider wurde diese schöne Mühle aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen.

Sieht man die Geländeformen auf der östlichen Seite vom Gleis an (Richtung Planckmühle), kann man eine schräge Anböschung ausmachen, das aussieht, als hätte hier mal eine Auffahrt mit Gleisüberquerung bestanden, das auch durch die Nahe Mühle auch gut vorstellbar wäre.

Kurioses zu Regierungsbezirk und Stationsbezeichnung

Es ist bei der Gebietsreform vor vielen Jahren eindeutig versäumt worden, beim Haltepunkt Schmiechen der damaligen Deutschen Bundesbahn die Ortsbezeichnung in Schmiechen (Schwaben) umzubenennen. Heute prangt deshalb immer noch am Schmiechener Bahnhof auf sämtlichen Hinweisschildern und in allen diesbezüglichen bundesweiten Unterlagen der Bahn der Zusatz "Oberbayern". "Ich kann damit leben", meinte Schmiechens Bürgermeister Ludwig Hainzinger teils belustigt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, "denn ich bin ein gebürtiger Oberbayer." Aber seine Anfrage bei der Bahn AG, warum der Namen seiner Gemeinde bei der Bahn AG noch immer mit dem oberbayrischen Zusatz versehen sei, konnte man ihm dort nicht plausibel erklären. Die Abteilung Station&Service vom DB-Bahnhofsmanagement in Augsburg teilte dem Gemeindeoberhaupt in einem Antwortschreiben vom November lakonisch mit, "dass der Bahnhof Schmiechen als Namenszusatz immer noch Oberbayern trage, obwohl er 'seit langer Zeit schon' zum Regierungsbezirk Schwaben gehöre". "Das war mir, man sollte es kaum glauben, selbst schon seit langer Zeit' bekannt", flachste Hainzinger. "Eine Umbenennung ist" - so im Schreiben der DB weiter - "aufgrund des Namensrechts der Gemeinde nur auf Antrag und zu Lasten (Kosten bis zu 20.000 Euro) der Gemeinde möglich".

Obwohl die Bahn nach Ansicht Hainzingers die Umbenennung nach der Gebietsreform damals regelrecht verschlafen habe, soll nun die Gemeindekasse für eine Bereinigung dieses Fehlers herhalten. In der zum Teil nicht immer völlig ernst geführten Debatte meinte ein Gemeinderat, Schmiechen gehöre sowieso "stammesmäßig" zu Oberbayern, deshalb sei der Zusatz durchaus o.k. und könne so bleiben. Eine andere Stimme aus dem Gremium gab hingegen zu bedenken, dass die jetzige Benennung ein "Unding" sei und umgehend von der Bahn korrigiert werden müsse. Der Gemeinderat beschloss dann doch einstimmig, der Bahn AG mitzuteilen, dass eine bahnseitige Umbenennung des Ortes längst überfällig, die Gemeinde Schmiechen aber keinerlei Kosten dafür zu übernehmen bereit sei.

Im Dezember 2010 war es nun so weit, aus Schmiechen (Oberbayern) wurde Schmiechen (Schwaben). Bereits am 01. Januar 1915 wechselte Schmiechen vom Bezirksamt Landsberg zum leichter erreichbaren Bezirksamt Friedberg, was sich heute auch am Autokennzeichen wiederspiegelt - AIC (Aichach-Friedberg).

 

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