Logo

Ammerseebahn Kbs 985

Visitenkarte Dilger Logo

Einstellung Fahrkartenverkauf im Bahnhof Schondorf

Zum 31.Mai 2016 wird der Fahrkartenverkauf am Bahnhof Schondorf eingestellt.

Fahrkarten können in Kaufering, oder im Reisebüro Weltenbummler in Türkenfeld bezogen werden.

Oder in den Zügen der BRB, was sehr leicht ist.

Oder im Internet bei der BRB oder DB

Angaben lt. Aushang am Bahnhof Schondorf

 

Schienenersatzverkehr

Z. Zt. kein SEV bekannt.

 

Zugschild Alwin Reiter
Abschiedsfahrt Zuglaufschild
Logo4 Logo5
Riederau
Logo1

BRB / transdev

Am Heiligen Abend 1898 fuhr der erste Zug durchgehend auf der Strecke Augsburg-Weilheim, und Riederau wurde Bahnstation mit einer Wellblechhütte an der Kilometermarkierung 37,7. Als 1902 in Dießen das hölzerne Bahngebäude durch einen gemauerten Bau ersetzt wurde, kam das Holzgebäude nach Riederau, vorher Stand von 1898 bis 1902 eine Wellblechhütte für die Haltestelle.

bhf-rie4In der Vorplanung aber wurde der Haltepunkt Riederau nicht Berücksichtigt, da die Besiedelung nur aus ein paar Häusern bestand. Als in den Jahren 1938-38 die Bahnhöfe grundlegend Saniert wurden, erhielt Riederau 1937 sein endgültiges - bis heute stehendes - Bahnhofsgebäude. Lediglich die Rampe zur Güterverladung aus der Zeit eines provisorischen Bahnhof blieb bestehen. Die Inneneinrichtung hat sich bis zur heutigen Zeit fast nicht verändert.

Gegen einen solchen Bahnhof oder Haltepunkt in der Nachbargemeinde Holzhausen hatten sich die dort ansässigen Maler mit Erfolg gewehrt. Zuerst war die Haltestation Riederau gar nicht geplant gewesen, erst als man die Wirtschaftlichkeit der Holzverladung erkannte, wurde diese Haltestelle eingerichtet. Dem Bahnhof ist es wohl mit zu danken, dass aus ursprünglich zwei Bauernhöfen bestehende Riederau eine Ortschaft mit mehr als tausend Einwohnern entstand. Einer der Bauernhöfe ist der "Stohrer-Hof", der lange Zeit als Museum diente und unter den Namen "Kreis-Heimat-Stube" lief. Dem Baustil zu beurteilen wurden in den 30er Jahren einige Häuser an der Hauptstraße gebaut, so wie z.B. das jetzige Gebäude, in der sich die Sparkasse und die Post befinden. Ende der 80er Jahre ging das Gerücht um, dass der Bahnhof, wie schon zuvor Greifenberg, geschlossen wird. Darauf deutete damals die Planung der elektrischen Schranke hin, die an der Überfahrt zum See neben dem Bahnhofsgebäude errichtet werden sollte. Wenn man heute zurückblickt kann man sagen, dass der Bahnhof Riederau mit seiner Holzverladung zu dem damaligen Erfolg führte, dass die Strecke eine der wirtschaftlichsten Lokalbahn war und 1913 zu einer Hauptbahn ausgebaut wurde. 1976 wurde der Bahnhof jedoch zu einem Haltepunkt herabgestuft und der Güterverkehr eingestellt.

Bahnhofsbereich

Das jetzige Bahnhofsgebäude von 1938 hat sich bis in die heutige Zeit fast nicht verändert. Was an diesem Gebäude auffällt ist, dass der Keller sehr hoch gebaut worden ist (ca. 3,50m). Im Keller befindet sich das Spannwerk für die ehemalige Weiche zum Abstellgleis und dem noch bestehenden Signal von der Einfahrt aus Diessen. Die Signalanlagen wurden Jahrzehnte lang von Karl Preisendörfer, Konrad Stork und andere Kollegen von der Bahnmeisterei Geltendorf gewartet und gepflegt. Nach der Wartung durfte kein Tropfen Öl oder Staub in den mechanischen Gestängen liegen, so Oberwerkssignalmeister Karl Preisendörfer. Für Lehrbub Erich Metzger war die Ausbildung bei diesen Lehrmeistern sehr hart, so Metzger persönlich zum Webmaster. Das Bahnhofsgebäude von Riederau ähnelt sehr dem von St. Ottilien. Im offenen Warteraum befindet sich eine Wandmalerei mit badenden Kinder im Ammersee. Solche Wandmalereien kann man an den meisten Bahnhöfen entlang der Ammerseebahn finden im Bereich des Ammersees.

bhf-rie6

Auf der Südseite des Gebäudes befand sich auch ein Gemälde, so wie man es heute noch am Bahnhof St. Ottilien sehen kann. Leider ist dieses Bild nicht mehr vorhanden. Der Eingang zum geschlossenen Warteraum mit Fahrkartenausgabe hat eine sehr große Flügeltüre. Im geschlossenen Warteraum war auch die Gepäckausgabe mit einem großen Rolltor, größer als am Bahnhof Geltendorf integriert. Der Fahrkartenverkauf wurde zum Fahrplanwechsel 2001 eingestellt, blieb aber noch bis 2002 offen, bis er Endgültig eingestellt wurde. Die hölzerne Sperre zwischen offenen Warteraum und Bahnsteig ist noch ganz erhalten, lediglich die Tore sind inzwischen alle offen. Zwischen Bahnsteig und Straße befindet sich eine gemauerte Absperrung (Zaun), wo sich dahinter die Parkplätze für Autos befinden. Im nördlichen Teil des Bahnhofes befindet sich die ehemalige Güterhalle, die den Gleisbereich mit der Straßen verbindet. Anschließend befindet sich noch eine Auffahrrampe, wo einst das Verladegleis lag.

Auf dem Dach des Bahnhofes befindet sich ein kleines Türmchen mit Holzschindeln. Darin ist auf allen vier Seiten eine Uhr angebracht, die rundherum mit Sternzeichen verziert ist und auch die Jahreszahl der Fertigstellung des Gebäudes wurde in diesem Zifferblatt integriert. Zu jeder vollen Minute kann man im offenen Warteraum die Mechanik hören, wenn sie wieder eine Minute weiterspringt. Es ist ein Geräusch, als wenn viel Mechanik in Bewegung gesetzt wird. Fast so wie das obere Bild wurde dieses schöne Türmchen damals schon von der Reichsbahn-Lichtbildstelle fotografiert in Richtung Norden. Dabei ist zu sehen, dass sich in den 40er Jahren in Richtung Utting - zum Riedener Wald - noch wenig große Bäume befanden.

bhf-rie3Zwischen der offenen Wartehalle und dem Bahnsteig ist heute noch das ehemalige Sperrgitter vorhanden, dass in der heutigen Zeit nicht mehr geschlossen wird.

Rund um den Bahnhof

Im Jahre 1975 wurde die mächtige alte Bahnhofsrestauration abgebrochen, die sich neben dem Bahnhof befand. Man fand fast an jedem Bahnhof an der Ammerseelinie entlang eine Gastwirtschaft, in der die Bahnreisenden und die Bahnangestellten oftmals einen geselligen Abend verbrachten (eigene Erfahrung). Hier in Riederau, wie in Dießen, ist der Weg zum Ammersee sehr kurz (ca. 100 Meter).

An der Heutigen aufgelassenen Ortsladeanlage wurde früher Holz aus den umliegenden Gemeinden wie Dettenhofen, Dettenschwang usw. verladen, das den Bahnhof zur damaligen Zeit zu einem wirtschaftlichen Bahnhof machte. Der Bahnhof Riederau ist auch noch mit einem Fahrdienstleiter oder -leiterin, die noch die Schranke und das Einfahrtssignal bedienen, besetzt.

Riederau wurde im ersten Weltkrieg im ganzen Deutschen Reich bekannt, als die Sozialistin Gabriele Kätzler ein reformpädagogisches Landheim leitete, das Anlaufpunkt für Revolutionäre und Lebensreformer war. Ab 1919 erhielten dadurch die Frauen im Freistaat Bayern das Frauenwahlrecht.

Im südlichen Bereich - Richtung Dießen - befindet sich bei Kilometer 38,2 ein Fußgängerüberweg für das am See gelegene Restaurant "Seehaus". An diesem Übergang muß der Gast sehr Vorsichtig sein, da er durch keine Blinklichtanlage und Schranke auf einen herannahenden Zug gewarnt wird.

Am 28.05.1997 wurde in der lokalen Presse berichtet, dass der Bahnhof Riederau langsam aber sicher verwildert und das zu einer Zeit, wo wieder viele Touristen an den Ammersee kommen. Schon im Mai 1998 konnte man bereits eine frische Farbe an den Wänden sehen die den Bahnhof wieder einladend machen.

Chronologie vom Bahnhof

  • 22.07.1993: Eine 58jährige Frau wurde auf mit einem Drehkreuzgesicherten Fußgängerüberweg (Seehaus) von einem Nahverkehrstriebwagen erfasst und getötet. Die Begleiterin konnte noch zurückspringen
  • Mitte August 1999 wurde im offenen Warteraum ein neuer, moderner Fahrkartenautomat installiert, auf dem die Bahnhöfe Kaltenberg und Greifenberg noch als Haltestellen geführt werden, obwohl diese schon seit Mitte der 80er Jahren geschlossen sind.
  • Im Frühjahr 2000 streikt die Turmuhr. Mal bleibt sie stehen, mal geht sie ca. 20 Minuten nach.
  • Entgegen den Meldungen in der Presse, wird der Fahrkartenverkauf bis 100 Km in Walleshausen und Riederau nicht zum 01.11.2001 eingestellt, lt. Fahrdienstleiter eines dieser Bahnhöfe.
  • Anfang 2002 wurde der Fahrkartenverkauf nun ganz eingestellt. Man kann abwarten, bis in Riederau kein Fahrdienstpersonal mehr vorhanden ist. Die vorhandene Schranke ist durch eine automatische Schranke jederzeit ersetzbar.
  • 12.2003: Der Uhrenturm wird vom Verschönerungsverein Riederau liebevoll restauriert - Vielen Dank.
  • Lange Zeit zierte eine Tanne den Bahnhofsvorbereich, unter der sich eine Bank befand. Nun ist die Tanne Geschichte und existiert nur noch auf einem Bild auf der Ammerseebahn-Internetseite.
  • 03.2015: Der Bereich um den Riederauer Bahnhof soll sicherer werden. Es fehlt nur noch an den zuständigen Ansprechpartner bei der Bahn

 

Home   Bahnhöfe   Nebenlinien   Planungen   Zeitraffer   Nostalgie   Impressum 
website design software