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Ammerseebahn Kbs 985

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Einstellung Fahrkartenverkauf im Bahnhof Schondorf

Zum 31.Mai 2016 wird der Fahrkartenverkauf am Bahnhof Schondorf eingestellt.

Fahrkarten können in Kaufering, oder im Reisebüro Weltenbummler in Türkenfeld bezogen werden.

Oder in den Zügen der BRB, was sehr leicht ist.

Oder im Internet bei der BRB oder DB

Angaben lt. Aushang am Bahnhof Schondorf

 

Wichtiger Hinweis

 

 

Zugschild Alwin Reiter
Abschiedsfahrt Zuglaufschild
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Raisting

BRB / transdev

Haltestelle Raisting muß wieder ein Kreuzungsbahnhof werden, damit ein sauberer Stundentakt im Fahrplanablauf gewährt werden kann. Flächen sind noch vorhanden.

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Gebäude

Beim Bau der Ammerseebahn lag der Bahnhof zwischen den Ortschaften Raisting und Sölb. Da die beiden Ortschaften nahe zusammenlagen, war auch der Bahnhof von beiden Ortschaften Ideal zu erreichen. Der Bahnhof Raisting ist in der heutigen Zeit nur ein sogenannter "Haltepunkt" an der Kilometermarkierung 46,0. Vor 1987 war der Haltepunkt ein Bahnhof mit einem eingeschossigen Empfangsgebäude, sowie einem Überholgleis und einem Ladegleis ausgestattet. Von der Eröffnung bis 1914 wurde vom Bahnhof Raisting aus eine Schranke im südlichen Teil des Bahnhofsareals bedient, bevor eine Unterführung an der Pähler Straße gebaut wurde. Der Schrankenübergang war die Verbindung von Raisting und Sölb. Ab 1914, als die neue Unterführung eingeweiht wurde, war Raisting von nun an Schrankenfrei. Lediglich am Kirchenweg blieb bis zur heutigen Zeit noch ein ebenerdiger Fußgängerüberweg bestehen, der noch rege benützt wird. In den 40er Jahren war dieses Bahnhofsgebäude ein schmucker weißer Bahnhof mit dem typischen Lokalbahn-Charakter. An das Gebäude war noch eine Güterhalle mit Ladegleis angebaut.

bhf-rai4Gegenüber den Bahnhofsgebäuden verliefen die Telegraphenmasten, die in diesem Bereich bereits mit mehreren Drähten bespannt waren, so dass dafür ein zweimastiger Ständer aufgebaut werden mußte. Ca. 200 m nördlich der Haltestelle befindet sich auf der Westseite der Gleise eine Dienstwohnung, das den gleichen Baustil trägt, wie einst die ehemaligen Dienstwohnungen in St. Ottilien, Theresienbad, Riederau, Kaltenberg und Merching, die um 1922 gebaut wurden von der neugeschaffenen Reichsbahn. Die Dienstwohnung wurde im Zuge der Einsparung seitens der Bahn AG an Privatpersonen verkauft und haben im Zuge der Renovierung ihr Aussehen inzwischen stark verändert, so dass man es nur noch an den markanten Schwalbenfenstern erkennen kann. Im Frühjahr 2001 wurde direkt an der ehemaligen Dienstwohnung ein neues Haus errichtet, das mit einem Übergang verbunden wurde.

Im Personenverkehr hatte Raisting keinen weiteren Einzugsbereich, da diese Gegend sehr von der Landwirtschaft geprägt ist. Doch in der heutigen Zeit kann Raisting einiges bieten. Die geht los von der Gastronomie bis hin zum Satelliten-Museum. Auch das Brauchtum biete in Raisting noch einiges, so dass man teilweise als Außenstehender froh ist, wenn man mit dem Zug nach Hause fahren kann.

Das Bahnhofsgebäude wurde 1987 abgerissen und gegen ein kleines schmuckloses offenes Wartehäuschen aus Metall ersetzt, das jetzt auf dem Grund steht, wo früher sich das ehemalige Überholgleis befand. Alle Nebengleise wurden entfernt, so dass heute nur noch ein Gleis am Haltepunkt vorbeiläuft. Man kann noch in der heutigen Zeit sehen, wo einst die Schienen im Bereich des Bahnhofs lagen. Über der Unterführung, südlich des Bahnhofes, ging der Gleisstrang noch zweigleisig (siehe Bild), das man heute noch deutlich erkennen kann. Nachdem nur noch ein Gleis am Haltepunkt vorbeiläuft, ist dies nun der längste Kreuzungsabstand (12 Km) zwischen den Bahnhöfen Dießen und Weilheim auf der gesamten Ammerseestrecke.

Im Mai 2000 wurde das alte Wartehäuschen abgebaut und durch eine moderne Glas-Alu-Konstruktion mit nebenstehender Info-Säule errichtet. Die Stationsnamenschilder an den Laternenmasten wurden gegen neue mit blauem Hintergrund und weißer Schrift ausgetauscht. Im Bereich des Wartehäuschens wurde der Boden neu gepflastert. Der Fahrkartenautomat steht neben der Info-Säule. Somit passt diese Haltestelle optisch gut zu den umliegenden Häusern und dem neuen Bild der Bahn AG dazu.

Rund um den Bahnhof

Im nördlichen Teil des Bahnareals gab es einen Bahnübergang, der als landwirtschaftlicher Übergang deklariert war. Heute ist der Übergang durch einen Fußgängerüberweg mit Sicherungsgeländer ersetzt worden. Zwischen den Überweg und der jetzigen Haltestellen befindet sich noch eine Fußgängerunterführung unter den Gleisen hindurch. In der Nähe der Haltestelle befindet sich da neue Feuerwehrhaus von Raisting, wo einst die Verladestation war.

Das ganze Umfeld der Haltestelle Raisting befindet sich in einem einladenden Zustand. Es ist zu hoffen, dass dieses so bleibt. Teilweise ist die Haltestelle ein Treffpunkt der Raistinger Jugend, wenn sie nicht gerade ihre traditionelle Brautschau haben.

Auf der Strecke von Raisting nach Wielenbach kann man Stellenweise mit den bloßen Augen erkennen, wie wellig die Gleise sind. Dies ist auf den moorigen Untergrund zurückzuführen, der an manchen Stellen sehr weich ist. Besonders auffällig war Km 47,8.

Brückenbauwerke

Südlich der Haltestelle - zwischen Raisting und Sölb - gibt es eine Brücke, die den gleichen Baustil aufweist wie die in Dießen, Greifenberg und zwischen Greifenberg und St. Ottilien. Diese Brücke wurde 1914 gebaut und wurde am 10.04.2000 zwischen 23.33 Uhr und 6 Uhr morgens abgerissen. An dieser Stelle entstand eine neue Brücke, die im Oktober 2000 nach wochenlanger Verspätung (Geländer-Montage hatte sich verzögert) dem Verkehr freigegeben wird. Am 29. Oktober 2000 fand im Beisein von knapp 100 Bürgern die offizielle Einweihungsfeier statt, die von Pfarrer Richard Tyroller durchgeführt wird. Nun sind die beiden Ortsteile wieder mit zwei befahrbaren Verbindungen nicht mehr getrennt. Vermutlich werden die anderen maroden Übergänge im Zug der Zeit ebenfalls verschwinden, bis auf die zwischen Greifenberg und St. Ottilien. Diese Brücke wurde im Frühjahr 2000 durch die Gemeinde Eresing saniert. Somit bleibt noch etwas Nostalgie an der Ammerseebahn bestehen. Beim Bau der Ammerseebahn hatten die Raistinger offenbar kein großes Vertrauen auf die ebenerdigen Bahnübergänge - die damals in anderen Gemeinden geschaffen wurden - denn sie bestanden auf eine Brücke, wie sich in heutigen Zeit herausstellt, war dies damals die Richtige Entscheidung. Da Raisting ursprünglich ein kurzer Bahnhof war und sich eher nach Norden erstreckte, wollte man zwischen Weilheim und Utting einen längeren Kreuzungsbahnhof schaffen, um die langen Güterzüge zum Überholen dort abstellen konnte, da der Bf. Dießen zu dieser Zeit ein kurzer Bahnhof war. So konnte man in Raisting nur nach Süden hin verlängern. Schon damals wurde die Brücke im südlichen Bereich für zweigleisigen Betrieb gebaut, da die südliche zweigleisige Ausfahrt ursprünglich bis zum heutigen Schützenheim gehen hätte sollen und dann erst wieder in das Hauptgleis einmünden. Dabei mußte der ehemalige Bahnübergang an der Pähler-Straße im Jahre 1914 durch eine Unterführung für zweigleisigen Betrieb ersetzt werden, mit der man aber nie Glücklich geworden ist, da sie als Rundbogenunterführung mit einer maximalen Durchfahrtshöhe von 3.70 Meter so manche Fuhrwerke und späteren Motorfahrzeugen mit hoher Ladung in die Mitte der Fahrbahn zwang. Dazu kamen noch die beiden scharfen Kurven der Zufahrt. Eine rechteckige Brücke hätte eine zusätzliche Fahrbahnvertiefung von 50 cm erfordert, dies hätte dann eine steilere Ein-und Ausfahrt zur Folge, das gerade im Winter oft zu Problemen geführt hätte. Die Unterführung im nördlichen Bereich des Bahnhofes bestand schon von Anfang an für die Verbindungsstraße Raisting-Dießen. Das Grundstück im nördlichen Teil, wo das noch erkennbare ehemalige zweite Gleis lag, gehört immer noch der Bahn AG.

Südlich des Bahnhofes unterquert eine Straßenunterführung die ehemals zweigleisige Strecke im Bahnhofsbereich von Raisting. Nach dem Rückbau eines Gleises wurde die Eisenbahnbrücke von einem Gleis befreit und wurde über Jahrzehnte Illegal als Zugang zum Bahnsteig von Süder her genutzt. Jetzt im September 2015 wurde ein Gestattungsvertrag zwischen Bahn und Gemeinde getroffen. Jetzt kann die Gemeinde Raisting einen Fußweg vom Bahnsteig zum südlichen Laubbergweg erstellen, dass ein Gestattungsgeld von 2261 Euro kostete. Der Weg muß noch befestigt werden und verkürzt die Nord/Süd-Verbindung erheblich.

Brückendaten:

  • Erbaut: 1910
  • Tragfähigkeit: 10 Tonnen
  • Sanierungskosten 2000: 515 000.- DM

Gastronomie, Sehenswertes und Geschichte

Neben dem Haltepunkt und dem ehemaligen Bahnhofsgebäude befindet sich heute noch die Restauration Drexl - Tel: 08807/7919 - die seit Generationen diesen herrlichen Gasthof mit Fremdenzimmer und guter Küche führen. Mit der Ammerseebahn hat damals alles begonnen. 1897 hat Michael Grünwald für den Bau einer Bahnhofsrestauration in Sölb (Ortsteil von Raisting) ein Grundstück erworben. Ein Dokument aus der Zeit belegt, dass die Grenze zwischen Sölb und Raisting nicht an der Bahnlinie verläuft, sondern westlich des Gasthofes. Errichtet wurde das Gebäude im Oberland-Stil zwischen 1898 und 1904. Bereits 1907 erwarb der Braumeister Herr Pangerl aus Weilheim das Objekt, der einen Bierliefervertrag mit der Hasenbrauerei Augsburg abschloss bei der Eröffnung der Gaststätte. Der Name “Drexl” kam zustande, als die Tochter von Herrn Pangerl - Susanne - Stephan Drexl heiratete und der den Betrieb übernahm. Die Bierlieferung aus Augsburg erfolgte mit der Ammerseebahn aus Augsburg. Jedoch 1943 mußten die Lieferung eingestellt werden, da die Gleise im Bereich Augsburg arg zerbombt waren. Danach gab es zwei Jahre lang Bier von der Bräuwastl-Brauerei aus Weilheim, bis nach dem Krieg wieder Bier von der Hasenbrauerei per Bahn angeliefert werden konnte. Bis zur heutigen Zeit blieb der Gasthof in Familienhand. Ein Besuch lohnt sich, schon wegen der guten Küche und netten Atmosphäre in und um den Gasthof.

1964 wurde mit der Errichtung einer Erdfunkstelle begonnen, die sich zur größten Satelliten-Erdfunkstelle der Welt entwickelt (lt. Siemens AG). Eine Satellitenschüssel ist mit einer Haube überdacht, der sogenannte "Bovist", der heute nur noch als Museum dient. Im Jahr 2000 wird die Anlage noch um zwei weitere Antennen erweitert, so daß sich nun 18 Antennen in Raisting befinden (Hammelburg in Unterfranken wird aufgelöst). Zu den bekanntesten Ereignissen, die über das Raistinger Radom gelaufen sind, zählen die Fernsehübertragung der ersten Mondlandung sowie der direkte Telefonverkehr zwischen dem Weißen Haus und dem Moskauer Kreml.

Ein berühmter Einheimischer war Franz Sales Gailer (1685 - 1766), von 1721 bis zu seinem Lebensende Pfarrer im Ort. Der heutige Begriff des "Pfaffenwinkels" als Kunstlandschaft geht ebenfalls auf Pfarrer Gailer zurück.

Die Gegend um Raisting ist dünn Besiedelt und dient hervorragend zur Erholung für gestresste Leute und ist durch die Bahn von allen großen Metropolen wie München, Augsburg und Garmisch leicht zu erreichen.

Seit der Gemeindegebietsreform 1. Mai 1978 gehört die Gemeinde Raisting der Verwaltungsgemeinschaft Pähl-Raisting als Mitgliedsgemeinde an.

Eisenbahnunfälle und alles was Raisting mit der Bahn zu tun hat

Am 01.12.1982 fuhr der Frühzug aus Augsburg bei Raisting in eine ausgebrochene Rinderherde, vier Tiere wurden dabei getötet. Bei der Bahn entstand ein Schaden von 15 000.- DM.

17.01.2001 Gründung einer Ortsstelle für Bahn-Senioren im Gasthaus "Drexl" in Raisting

Ein Dankeschön an Herrn Foisner für die präzisen Daten über den Bahnhof Raisting.

 

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