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Einstellung Fahrkartenverkauf im Bahnhof Schondorf

Zum 31.Mai 2016 wird der Fahrkartenverkauf am Bahnhof Schondorf eingestellt.

Fahrkarten können in Kaufering, oder im Reisebüro Weltenbummler in Türkenfeld bezogen werden.

Oder in den Zügen der BRB, was sehr leicht ist.

Oder im Internet bei der BRB oder DB

Angaben lt. Aushang am Bahnhof Schondorf

 

Wichtiger Hinweis

 

 

Zugschild Alwin Reiter
Abschiedsfahrt Zuglaufschild
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Kaltenberg

BRB / transdev

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Der erste Bahnhof von Kaltenberg war ein typischer Lokalbahnhof, wie man es am unteren s/w Bild aus dem Jahre 1920 sehen kann. Diesen Bahnhofstyp fand man fast an jeder kleineren Haltestelle im süddeutschen Raum. Dieser Bahnhofstyp war ein gemauertes Gebäude mit Holzverkleidung.

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Die Laderampe wurde im Winkel zum Gebäude angebracht. Während dieser Zeit standen die Bedienarmaturen für die Schranken noch im Freien. Nach der grundlegenden Sanierung der Bahnhöfe in den 30er Jahren (Kaltenberg um 1938) wurde wieder ein eingeschossiges Gebäude an der Kilometermarkierung 17,2 - mit einer kleinen Güterhalle sowie einem Ladegleis mit einer beachtlichen Länge - erstellt. Die Armatur zur Schrankenbedienung blieb jedoch weiterhin außerhalb des Gebäudes, lediglich die Hebel für die Signal- und Weichenanlagen waren im Bahnhof Integriert. Wo sich das Spannwerk befand ist mir momentan nicht bekannt (wird noch geklärt). Lange Zeit war der Bahnhof in einer hellen Farbe gestrichen gewesen, erst später wurde er in einem dunkleren Ton - fast Braun - gestrichen.

bhf-kal3Für die Absperrung des Bahnsteiges zur Straßenseite, wurde wieder das typischen Geländer aufgestellt, daß aus Schienen besteht, die die Jahreszahl 1939 (Krupp) tragen verwendet. D.h., die Schienen wurden in den Boden gerammt und mit Rohren verbunden. Mit diesem Geländer Typ wurde nur der nördlich der Schienen gelegene Bahnsteigbereich zur nahe gelegenen Straße abgesichert. Der südliche Teil des Bahnhofes war Verladestation, mit einer Auffahrrampe. Westlich der Gleisanlagen waren zu dieser Zeit nur Wiesen, jedoch heute führt eine Straße parallel zu den Schienen vorbei. Inzwischen Entstehen immer mehr Häuser rund um das stillgelegte Bahnhofsgebäude. Langsam aber sicher würde sich eine Reaktivierung der Haltestation rentieren, besonders zu den alljährlichen Ritterspielen im Juli.

Am Kaltenberger Bahnhof hielt zum letzten Mal am 28.09.1985 ein Zug. Der Bahnhof selber war weiterhin bis 1988 besetzt, so daß man noch Wochen- und Monatskarten an die Berufspendler verkaufen konnte. Als 1988 die mechanischen Signale und Formsignale sowie Bahnübergänge demontiert und  Automatisiert wurden, endete auch der Dienst des Bahnhofspersonal in Kaltenberg

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Bahnhofsumgebung

Ursprünglich sollte der Name Kaltenberg "keltischer Hügel" bedeuten und wird 1179 in den Kirchenbüchern erwähnt. 1292 wurde eine Burg von Herzog Rudolph erbaut. Heute ist es das berühmte Schloß Kaltenberg in aller Munde bei den Fans der Ritterspiele, dem größten der Welt. Kaltenberg war lange eine kleine Ortschaft, bis die Eisenbahn am Ortsrand vorbeigeführt wurde, so wie man es auf dem Bild oben von Peter Sinclair - London aus dem Jahre 1938 sehen kann. Um den Bahnhof entwickelte sich erst in den 30er Jahren die Infrastruktur, Häuser kamen immer näher zum Bahnhof, auch die große Zaunfabrik Zimmermann entstand in den 60er Jahren neben dem Bahnhof. Da eine Zaunfabrik viel Holz benötigt, wurde 1961 ein Werksanschlußgleis gelegt, der bis in die Mitte der 80er Jahre rege genutzt wurde. Im südlichen Teil des Bahnhofes befand sich noch ein Ladegleis, das jedoch von der Brauerei Kaltenberg nicht Benutzt wurde. Bei der Kilometermarkierung 18,1 km befand sich ein einfacher Bahnübergang, der aber schon lange aufgelassen wurde.

bhf-kaltHeute (2000) hat der Bahnhof Kaltenberg kein Anschluß-, bzw. Lade-, oder Werksgleis mehr. Er ist sozusagen "Weichenfrei". Nördlich des Bahnhofes, an der Kilometermarkierung 16,9 entspringt das kleine Bächlein "Paar" - keine fünf Meter neben den Gleisen - das sich seinen Weg bis zur Donau gebahnt hat.

Der Bahnhof in der heutigen Zeit

Heute (1997/98) wird wieder darüber diskutiert, ob dieser Bahnhof wieder eröffnet werden soll, doch die Gemeinde Geltendorf, zu der Kaltenberg gehört, will keine Konkurrenz zu ihrer bestehenden Buslinie. Kaltenberg ist der Austragungsort der bekannten Ritterspiele (das größte Ritterspiel der Welt mit eigenem Stadion für 10.000 Personen). Kaltenberg ist auch bekannt durch sein "Königlich Bayerisches Bier" das von Prinz Luitpold von Bayern gebraut wird. 1996 zu den Ritterspielen fuhren Sonderzüge aus München nach Kaltenberg die mit einer E-Lok E18 - 08 und einer Dampflok 01-1000 bespannt waren.

Was an diesem Bahnhof noch positiv auffällt ist, dass der Bahnhof relativ neue Bahnsteigleuchten besitzt und die immer noch stehen. Um den Bahnhof kann man Heute (02/2000) rege Bautätigkeiten sehen.

Im November 2004 wurde der Bahnhof vom Bundeseisenbahnvermögen zum Verkauf angeboten. Der Wert wurde auf 102.000 € festgelegt. Inbegriffen sind ein leerstehendes Gebäude mit Nebengebäude und 470 Quadratmeter Grundstücksfläche.

Kaltenbergt_Neue_Haltestelle
Bild oben: An dieser Stelle würde ein neuer Haltepunkt die beste Wahl für Kaltenberg sein. Auf kürzestem Weg erreicht man die Dorfmitte und der Weg zum Schloß und Ritterarena ist akzeptabel.

Frühere Aktivitäten im Bahnhofsbereich Kaltenberg

Vom Kaltenberger Bahnhof aus wurden früher zwei Schranken bedient, die jetzt durch eine automatische Schranke mit Blinklichtanlage ersetzt wurden, die dritte am Posten 3 wurde aufgelassen. Weiter nördlich, unterhalb des Schloß befand sich ebenfalls ein Bahnwärterhäuschen Nr. 3, von der aus auch eine Schranke bedient wurde. An diesen Übergang wurde mein Urgroßvater 1913 von Hammelburg in Unterfranken nach Kaltenberg in Oberbayern versetzt. Dieser Bahnübergang existiert heute nicht mehr, lediglich das Bahnwärter-Haus steht noch an seinen alten Platz und ist an Privatpersonen verkauft worden. Am Gebäude wurden kleine bauliche Veränderungen durchgeführt.

Kurioses um den Bahnhof Kaltenberg:

Auf vielen Bahnhöfen der DB-Direktion Kempten befinden sich aktuelle Fahrkartenautomaten (1999), bei denen kann man noch Fahrkarten zu den stillgelegten Bahnhöfen Greifenberg (Oberbayern) und Kaltenberg (Oberbayern) kaufen kann. Beide Bahnhöfe sind bereits seit 1984 bzw. 1985 stillgelegt und kein Zug hält seitdem mehr an diesen Bahnhöfen. Auch Fahrkarten zu den S-Bahnhöfen Türkenfeld und Grafrath kann man an diesen Automaten auch noch lösen.

 

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