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Ammerseebahn Kbs 985

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Einstellung Fahrkartenverkauf im Bahnhof Schondorf

Zum 31.Mai 2016 wird der Fahrkartenverkauf am Bahnhof Schondorf eingestellt.

Fahrkarten können in Kaufering, oder im Reisebüro Weltenbummler in Türkenfeld bezogen werden.

Oder in den Zügen der BRB, was sehr leicht ist.

Oder im Internet bei der BRB oder DB

Angaben lt. Aushang am Bahnhof Schondorf

 

Wichtiger Hinweis

 

 

Zugschild Alwin Reiter
Abschiedsfahrt Zuglaufschild
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Egling

BRB / transdev

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Beim Bau der Ammerseebahn (Gleisverlegung) 1896/1897 wurde zugleich auch das Bahnhofsgebäude errichtet. Als man jedoch die Gleise verlegen wollte, stellte man fest, dass das Bahnhofsgebäude einen Meter zu nah am Gleisbett stand. Das Gebäude wurde wieder Abgerissen und an der jetzigen Stelle wieder im damaligen Lokalbahnstil erbaut, bevor die Ammerseebahn in Betrieb ging. Aus einem Plan von 1918 kann man entnehmen, daß die damalige Eisenbahngesellschaft am Eglinger Bahnhof eine Stallung für Kühe, oder Schafe aus Holz errichtet hat. Das kleine Gebäude besaß einen Stall für max. 3 Kühe, sowie eine Tenne für Futter und eine Odelgrube. Wo sich das Gebäude befand, oder noch befindet konnte mit Heimatforscher Franz H. (Name dem Autor bekannt) nicht geklärt werden.

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Der Bahnhof Egling war vor dem Umbau um 1940 ein typischer Lokalbahnhof (siehe sw-Bild), wie auch die meisten Bahnhöfe an der Ammerseebahn in dieser Zeit. Noch heute kann man diesen Baustil des typischen Lokalbahnhofes an der Staudenbahn im Bereich Mittelneufnach und Reichertshofen/Schwaben bewundern. Dieser Bahnhofstyp war ein gemauertes Gebäude mit Holzverkleidung. Die Laderampe wurde im Winkel zum Gebäude angebracht. Mal war die Laderampe auf den verschiedenen Stationen auf der linken, mal auf der rechten Seite des Stationsgebäudes angebracht. Egling hatte die Laderampe auf der linken Seite (vom Bahngleis aus gesehen). Die Schrankenbedienarmatur war außerhalb des Bahnhofsgebäudes angebracht.

bhf-egl3Dieser ocker/gelbe (vorher grün) angestrichene Bahnhof aus dem Jahre 1940 (der Bahnhof war nach dem Umbau 1940 weiß gestrichen) liegt bei der Kilometermarkierung 8/8 und ist ebenfalls noch mit einem Fahrdienstleiter besetzt, der auch den Fahrkartenschalter bedient. Des Weiteren sind noch Flügelsignale incl. Vorsignale im Bahnhofsbereich eingesetzt. Der Bahnhof Egling hatte schon von Anfang an eine große Gleisanlage, die bis heute fast Erhalten (wird aber nicht mehr genutzt) geblieben ist.

Als die Bahn 1896/97 gebaut wurde, gingen Grundstückskäufe voraus. Die Verhandlungen mit den Bauern erwiesen sich als sehr zäh. Ein Bauer glaubte sogar, er bekomme sein Geld von der Königlichen Bayerischen Eisenbahnverwaltung nicht und verlangte eine sofortige Barauszahlung bei Unterschrift des Vertrages. 500 Mark wurden sodann gleich ausgezahlt. Am Eglinger Bahnhof ging es schon immer etwa turbulent zu. Um 1900 wurde im süd/westlichen Bereich des Bahnhofsgeländes Kies abgebaut. Zum Abtransport mit der Bahn wurde eigens ein Schienenstrang, wo sich der Abzweig im Bereich der Km-Markierung 9,2 befand, gelegt. Es wurden an die 9000 Kubik Kies abgebaut und mit der Bahn abtransportiert. Einige Eglinger Bürger waren mit dem Kiesabbau nicht ganz Einverstanden. Der Bahnhof Egling war das Anlaufziel von Reisenden aus mehreren Gemeinden im Umkreis von Egling, wie z.B.: Winkel; Heinrichshofen; Hattenhofen (Weiler) u.a. Auch bei der Auswanderung von vielen Bürgern aus Egling und Umgebung nach Argentinien um 1900 (siehe Bild oben), war von Egling extra ein Sonderzug nach Bremerhaven gefahren. Dort erhofften sich die Aussiedler mehr Wohlstand, als hier in der kargen Gegend um Egling.

Bahnhofsbereich Egling:

Gegenüber der Straße hinter dem Bahnhof befindet sich die nicht mehr genützte Toilettenanlage mit Abstellkammern für Öl, Kohle usw.. Im Zuge der Park&Ride Erweiterung am Bahnhof Egling, wurde das Nebengebäude abgerissen, da an dieser Stelle Parkplätze entstanden sind.

Ein Ladegleis befindet sich noch am Bahnhof, die die Baywa zur Zuckerrübenverladung und für andere Produkte benutz hat (siehe Bild unten). Heute (04/2000) sind an beiden Enden an den Weichen zum Hauptgleis ein Stück Schiene entfernt worden und somit ist die Ära des Güterverkehrs in Egling beendet. Noch heute liegen die Schienen von 1905 (MH) und Schwellen von Thyssen (1927) brach da. Bevor die Baywa sich hier ansiedelte, war im südlichen Bereich des Bahnhofes (Km 9,2) der Holzplatz. Um 1960 wurde die nördliche Ausfahrt von Egling der Kurvenradius entschärft. Nun konnte man die Ausfahrt mit 100 km/h durchfahren, vorher waren nur 70 Km/h möglich. 1980 bis 1982 war Egling Haltepunkt eines D-Zuges nach Hamburg Altona. Am Eglinger Bahnhof wurde früher, wie in Walleshausen, ein Bahnübergang bedient. Durch eine neue Überführung über die Bahnlinie im nördlichen Teil des Bahnhofsgeländes wurde dieser Bahnübergang stillgelegt. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Fußgängerunterführung und die beiden Straßen enden nun vor den Gleisen, wobei man jedoch noch nach links oder rechts abbiegen kann.

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 Bild (Danke Florian): Eine 212er rangiert an der Ortsladeanlage Egling. Abgestellte E-Wagen warten schon auf die 89er Kampagne.

Betrachtet man denselben Ort heute, möchte man nicht glauben, wie sehr sich die Szenerie in gerade mal 10 Jahren verändert hat. Auf dem Standpunkt des Fotographen befindet sich heute die Eglinger Wertstoff-Sammelstelle, die Verladeanlage wurde ca. 1996 demontiert und sogar ihr Fundament (!) ausgegraben. Heute erinnert lediglich der (schwer zu findende) Sockel auf dem Einst die Umlenkrolle der Seilwinde für den Verschub der Wagen thronte an ihre Existenz. Das Ladegleis ist seit 1996 stillgelegt und mittlerweile total überwuchert. Lediglich im südlichsten Bereich sind etwa 50 Meter völlig pflanzenfrei - der Abschnitt, auf dem Jahrzehntelang die E-Wagen den Sommer über abgestellt waren... Tipp für alle, die sich die die Situation heute ansehen möchten: Das Verkehrszeichen, das rechts zu sehen ist, steht heute noch ... nur zur Orientierung. Die Verladeanlage war exakt auf Höhe des letzten Fahrleitungsmasten mit Lampe. Die Verladeeinrichtung für Zuckerrüben wurde nach der Stilllegung nach Nannhofen transportiert zur dortigen Verladung.

Der Bahnhof besitzt ein Überholgleis mit 609 Metern, dass auch für ICE-Züge, die manchmal auf dieser Strecke verkehren, zum Halten vollkommen ausreicht, wenn ein Gegenzug vorbeigelassen werden muß. Die Bahnsteigbeleuchtung ist bereits vom neueren Typ und nicht wie an den meisten Bahnhöfen der Ammerseebahn entlang aus den Nachkriegsjahren. Am südlichen Ende der Gleisanlagen von Egling geht es dann eingleisig auf einem Damm über vier Brücken weiter nach Walleshausen. Kurz nach passieren der letzten Brücke in südlicher Richtung geht es an einer kleinen Felslandschaft vorbei, wie man es im Altmühltal öfters sehen kann. Bei der Eröffnung der Eisenbahn am 24. Dezember 1898 gab es noch keine Unterführungen. Erst später wurde die Unterführung Richtung Wabern/Walleshausen (Km 10,2 - 10,4) gebaut. Dazu wurde der Bahnkörper etwas erhöht, damit an der Unterführung keine zu große Senke entsteht. Vermutlich in den 60er Jahren, als einige Kurvenradiuse im Bereich der Ammerseebahn begradigt wurden, war auch Egling betroffen im nördlichen Abschnitt des Bahnhofes. Noch heute kann man gut erkennen, wo einst die Trasse lief (ca. 20 Meter westlich der heutigen Gleise). Zu sehen ist dies am besten, wenn man sich auf die Brücke gleich nach dem Bahnhof begibt und Richtung Norden schaut. Von dort hat man einen faszinierenden Ausblick Richtung Schmiechen. Vor der Gleisverschwenkungj schwenkte das Gleis gleich nach dem Bahnhof in einem engen Radius nach links (westlich) ab, und führte entlang eines Gartenzaunes und der nachfolgenden Gebüsch Reihe gen Norden.

bhf-egl2Der Bahnhof mit seiner schönen Blumentracht wird liebevoll von den Fahrdienstleitern gepflegt und gehegt. So nimmt sich ein Fahrdienstleiter die Zeit, nachdem der Zug abgefahren ist, die Blumenkästen am Bahnhofsgebäude zu pflegen. Allen Fahrdienstleitern an dieser Stelle ein "Dankeschön" für die Pflege des Aushängeschildes der Bahn, sowie der Gemeinde Egling.

In einem Ortsporträt über die Gemeinde Egling wurde auch der Bahnhof dabei nicht vergessen. Es wurde folgender Text abgedruckt:

Was aber auch den jungen Bürgern der Gemeinde zugutekommt, ist die laufende Bahnverbindung nach Augsburg und München. Schüler und Berufspendler wissen die "Schiene" längst zu schätzen.

Entlang der Ammerseebahn konnte man bereits einige Jahre vor der Jahrtausendwende (2000) eine Zunahme von jugendlichen Fahrgästen beobachten. Auch ich (Jahrgang 1958) mußte schon mal wegen Überfüllung eines Zuges mit Jugendlichen (17 - 20 Jahre) von Geltendorf nach Utting in einem VT 628 stehen (nicht während der Schulzeit).

Bauarbeiten am Bf. Egling

Im Jahre 2001 wurde ein Park&Ride-Parkplatz für 30 Fahrzeuge- mit 80 Stellplätze für Fahrräder gebaut. Diese Maßnahme ist erforderlich, Aufgrund der günstigen Verkehrsanbindung nach München und Augsburg. Diese Verkehrsanbindung macht Egling zu einem attraktiven Wohnort für Pendler.

Auf BR-Alpha im Bayerischen Fernsehen wurde am 11.01.2003 über Familien aus der Umgebung von Egling berichtet, die um die Jahrhundertwende nach Argentinien ausgewandert sind. Bei diesem Fernsehbericht wurde das obere sw Bild gezeigt. Dieses Bild zeigt Familien, die gerade den Sonderzug nach Amsterdam besteigen.

März 2006 fanden an zwei Tagen Weichenumbauarbeiten im Bahnhofsbereich von Egling statt. Während dieser Zeit wurde auch im Bahnhofsbereich Walleshausen die Weichen erneuert, bzw. entfernt.

August 2009 wurde das Gleis auf der Bahnhofseite ausgewechselt, die Weiche zu den Abstellgleisen entfernt und ein neuer Fußgängerüberweg installiert.

 

 

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